Programm für Mi 26. April 2017:
PHILIPP GEHMACHER (AT)

Die Dinge der Welt

 
Der Titel Die Dinge der Welt sagt: Alles. Er bedient sich einer Begrifflichkeit und Sprache, die gegenwärtig vielleicht altmodisch erscheint. Der Titel ist groß und erzählt von der Sehnsucht Zusammenhänge herzustellen und zu verstehen. Der Titel ist Herausforderung, Anmaßung und Überforderung! Die Dinge der Welt sind nicht zu fassen. Oder es gibt sie nicht mehr. Oder es sind zu viele geworden. Sie sind Situationen und Konstellationen, Materialität und Erscheinung, und wiederum neue Realitäten geworden. In Anbetracht von Chaos kommt Ordnung einem naiven Wunschdenken gleich.
 
Von welcher Welt also wird hier gesprochen und von welchen Dingen? Gehmacher setzt sich mit Fragen nach Zusammenhängen wie der eigenen Verortung in diesen auseinander. Wenn Begriffe wie Ding und Welt, Zeit und Raum, Objekt und Subjekt, an Relevanz verlieren und unterschiedliche „Realitäten“ Lebensgrundlage werden, muss vielleicht der allgegenwärtigen Idee von „Übergangszeit“ dieser Welt mehr Beachtung zugestanden werden.
 
Vielleicht sind es exakt diese Fragen und der Wunsch, dieses dringliche Verlangen zu verstehen, die ihn erneut den Versuch unternehmen lassen (eine) Haltung zu definieren, welche die Gegenwart aufsaugt, ihr aber auch etwas gegenüberstellt. Vielleicht geht es in dieser Arbeit darum eben die eigene Position zu (er)leben, wieder Boden zu gewinnen und zu akzeptieren, dass ein Überblick oder gar eine Kontrolle über die Dinge der Welt unmöglich scheint.
 
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KONZEPT, PERFORMANCE, RAUM, OBJEKTE: Philipp Gehmacher
RAUM, OBJEKTE: Astrid Wagner
DRAMATURGIE: Vladimir Miller
KOMPOSITION, SOUND: Gérald Kurdian
KOSTÜM: Johannes Schweiger
LICHT: Victor Duran
DOKUMENTATION: Eva Würdinger
PRODUKTION: Stephanie Leonhardt
 
Produziert: Philipp Gehmacher / Mumbling Fish
Koproduziert von steirischer herbst 2016 und Tanzquartier Wien
Mit der Unterstützung von MA 7 – Kulturabteilung der Stadt Wien
 
 
PHILIPP GEHMACHER lebt in Wien und arbeitet lokal und international.
Er ist Choreograf, Tänzer und Studierender der Universität für Angewandte Kunst. Seine Arbeiten ergründen dem Körper eingeschriebene Bewegungen und Aktionen und führen zu Forschungsfeldern wie: Geste, Raum und Berührung.
Zwischen 2007 und 2012 entstanden neben zahlreichen choreografischen Arbeiten auch Kollaborationen mit Meg Stuart und Vladimir Miller, die Bühnenstücke wie auch Videoinstallationen hervorbrachten (dead reckoning, 2009, the fault lines, 2010). Seit 2008 Entwicklung der Lecture Performance walk+talk (http://oralsite.be/pages/Walk_Talk_Documents) und Beschäftigung mit Sprache, Ansprache und Äußerung (SAY SOMETHING, 2013). Seit 2011 entstehen Ausstellungen und Videoarbeiten (my shapes, your words, their grey, 2013). Die Arbeit an Objekten, Materialien und die Gestaltung von begehbaren Räumen (der grauraum) ist derzeit Gehmachers Fokus. Seit 2014 ist Gehmacher auch Teil der Klasse: Skulptur und Raum der Universität für Angewandte Kunst, Wien.
 
In 2016 war Gehmacher mit neuen skulpturalen Arbeiten und Performances in Salzburg im Museum der Moderne, in Graz anlässlich des Festivals steirischer herbst, in Helsinki beim Baltic Circle International Theatre Festival und in Sydney bei der Biennale of Sydney zu sehen.
 
(c) Eva Würdinger(c) Eva Würdinger
 
Im Rahmen von FEEDBACK 4th edition
24. APRIL - 27. APRIL
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Normalpreis € 20,–
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Öffnungzeiten
tanzquartier [at] tqw [dot] at

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