METTE INGVARTSEN (DK/BE)

Speculations
a discursive-practice performance

Österreichische Erstaufführung
 

Imagination, Spekulation und Beschreibung, drei unterschiedliche Formen des Adressierens, die Mette Ingvartsen in ihrer Lecture-Performance nutzt, um ihre künstlerische Arbeit und Methodik vor dem Publikum zu entwickeln. Die Zuschauer_innen partizipieren nicht unmittelbar und spielen dennoch eine aktive Rolle in der Begegnung. Ideen zu artifizieller Natur, katastrophische Konstruktionen und die Autonomie von Objekten werden durch den Akt des Sprechens, der Gestik und Bewegung in sichtbarem Prozess verarbeitet. Rede und physische Handlungen produzieren eine virtuelle Performance im Kopf der Betrachter_innen.

 
 
 
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KONZEPT / PERFORMANCE: Mette Ingvartsen
PRODUKTIONSLEITUNG: Kerstin Schroth
PRODUKTION: Mette Ingvartsen / Great Investment
Unterstützt von: Summer Intensive 2011 organiserit von Christine De Smedt/les ballets C de la B und DOCH (University of dance and circus, Stockholm)
 

Mit Unterstützung der Regierung Flanderns 

 
Mette Ingvartsen ist eine dänische Choreografin und Tänzerin. Ab 1999 studierte sie in Amsterdam und Brüssel, wo sie im Jahr 2004 an der darstellende Kunstschule P.A.R.T.S ihr Studium absolvierte. Ihre erste Aufführung Manual Focus (2003) entstand bereits, während sie noch studierte. Seither hat sie zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und zahlreiche Performances, u.a. 50/50 (2004), Why We Love Action (2006), The Air (2008), GIANT CITY (2009) und All the way out there... (2011).
Fragen der Kinästhesie, Wahrnehmung, Affekte und Empfindung waren für die meisten ihrer Arbeit entscheidend. In letzter Zeit hat sich ihr Interesse für eine Choreografie als erweiterte Praxis entwickelt. Beginnend mit evaporated landscapes im Jahr 2009, eine Performance für Schaum, Nebel, Licht und Ton, hat dieses Interesse zu einer Reihe von Vorschlägen, die Choreografie in nichtmenschliche Materialien erweitern, geführt. 2010 arbeitete sie an mehreren standortspezifischen Setzungen, die sich auch mit künstlichen Begriffen beschäftigten. Extra Sensorial Garden wurde in Kopenhagen präsentiert und The Light Forest war im Juli 2010 und 2011 während der Szene Salzburg zu besichtigen. Ihre Gruppenarbeit The Artificial Nature Project (2012) führte den_die menschlichen Performer_in zu einem Netzwerk aus Zusammenhängen zwischen menschlichen und nicht- Menschlichen Akteuren. Dies war die Abschlussarbeit der Serie, die sich mit künstlicher Natur auseinandersetzt.
Im Jahr 2014 begann sie einen neuen Arbeitszyklus mit dem Titel The Red Pieces. 69 positions eröffnete diese Reihe und befragten die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Raum, indem sie buchstäblich den nackten Körper in die Mitte des Theaterpublikums stellte. Im zweiten Teil, 7 pleasures, konfrontiert eine Gruppe von 12 Darstellern Vorstellungen von Nacktheit, Körper-Politik und sexuelle Praxis.
Mette Ingvartsen war Artist-in-Residence im KAAITHEATER, an dem sie ihre Arbeit seit 2004 präsentierte und Teil des APAP Netzwerks. Zwischen 2017 und 2022 wird sie Teil des künstlerischen Teams der Volksbühne in Berlin, unter der Leitung von Chris Dercon, sein.
Mette Ingvartsen finalisierte ihren PhD im Fachbereich Choreografie an der UNIARTS in Schweden. In diesem Kontext untersucht sie die Beziehung zwischen Künstler_innensprache und künstlerischer Praxis, indem sie ihre eigene Arbeit und ihr Schreiben benutzt, um mit diesen Beziehungen zu experimentieren. Sie arbeitete als Performerin in Projekten von Jan Ritsema / Bojana Cvejic, Xavier Le Roy und Boris Charmatz.
 
(c) Studium Generale Rietveld Academie(c) Studium Generale Rietveld Academie
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19. JAN - 21. APRIL
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MI 1. MÄRZ
19.00 h in TQW / WienXtra Kinderinfo
 
Eltern können per Email unter tanzquartier [at] tqw [dot] at anmelden und den Unkostenbeitrag einzahlen.
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TICKETS
Normalpreis 12 EURO
 
Ermäßigungen hier
 
 
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