Das Tier, das Mensch heißt

Johanna Hörmann im Gespräch mit Chiara Bersani über Gentle Unicorn
 
© Alice Brazzit
Johanna Hörmann im Gespräch mit Chiara Bersani über Gentle Unicorn

Woher kommen Einhörner? Was ist ihre Geschichte? Wem und wohin gehören sie? Wie sehen wir sie an? Was sehen wir in ihnen?[1] Was würde eigentlich passieren, wenn unser beurteilender Blick in einen offenen überginge?

Das sind nur einige Fragen, die die italienische Performerin Chiara Bersani in ihrem Stück Gentle Unicorn adressiert, welches im April am Tanzquartier zur Aufführung hätte kommen sollen.[2] Ihre langsamen Bewegungen auf der Bühne, die Art und Weise, wie sie sich im Raum und vor dem Publikum bewegt, ihr schüchterner Blick und ihre neugierige Art lassen mich an eine „strategy of joy“[3] denken. Die Distanz, die sie schafft, indem sie in das Einhorn „eingeht“ – ganz behutsam, aber kraftvoll –, scheint mir ein produktiver Weg zu sein, eine Geschichte neu zu schreiben, um mit der dunklen Facette des Seltenen und Exotischen – mit sozialem Stigma und Voyeurismus – umzugehen. Wie fühlt es sich an, ungewollt den Blicken anderer ausgeliefert zu sein, sich im Anblick ihrer Vorurteile machtlos zu fühlen? Die Performance schafft eine Grundlage, auf der sich „eine Kreatur ohne Heimat und Geschichte“[4] gesehen, geschätzt, gehalten und umsorgt fühlen kann – einen Raum, in dem sie sich geliebt fühlen kann.

Ich würde dieses Gespräch gerne mit einem Zitat des Theoretikers Jack Halberstam über die Denkfigur „Wildheit“ eröffnen:

„Alle Epochen sind von Krisen gekennzeichnet. Unsere Ära unterscheidet sich darin nicht, doch Krisen verschieben und verändern sich mit der Zeit. Ziel für Künstler*innen und Intellektuelle ist es, unsere Krise, unseren Aufstand, aber auch unsere Lust und unsere ‚strategy of joy‘ zu benennen.“[5]

JH: Was ist für dich als Performerin und Choreografin deine „strategy of joy“ – als eine Art Antwort auf Krisen oder, anders gesagt, um Veränderungen durchzustehen und sich in so einer Zeit zu orientieren?

CB: Das ist seit Beginn der Corona-Pandemie mein erstes Interview, in dem ich über meine Arbeit spreche. Während der letzten Monate hatte ich mich dazu entschieden, nur mit der Stimme einer Aktivistin und als Frau mit Behinderung zu sprechen, da ich das Gefühl hatte, dass nicht nur die Zeit aus den Fugen geraten ist, sondern, dass wir einen richtiggehenden Zusammenbruch erleben. Darum wollte ich nicht über meine Arbeit sprechen, während um mich herum Menschen in Lebensgefahr schweben.

Während ich mich zu Hause um mich und andere gekümmert habe, konnte ich mir nicht vorstellen, wie ich die Welt und meine künstlerische Arbeit vorfinden würde, sobald ich wieder in das Weltgeschehen eintrete. Ich hatte während dieser Zeit das Gefühl, dass meine Art, die Welt zu verstehen, erschüttert wurde, und dass all meine vorherigen Handlungsstrategien plötzlich nutzlos wurden.

Jetzt, da ich die ersten Schritte vor die Haustür setze, glaube ich, dass alle bisherigen Ansätze, alles in Gang zu halten, gescheitert sind.

Ohne Beschönigung.

Wir haben versagt, und ich meine das im wissenschaftlichsten und unheimlichsten Sinne des Begriffes „Scheitern“.

Ich kann nur sagen, wie ich mich als Künstlerin positioniere. Eine Rhetorik des Zerfalls sowie eine Rhetorik der Wiedergeburt lehne ich ab. Ich muss aber zugeben, dass ich in dieser Zeit dem Grausamen, Bestialischen ins Auge blicken konnte, wie es seinen Mund vor meinem Gesicht aufgerissen hat[6]. Heute, rückblickend, muss alles überdacht und neu ausgerichtet werden. Jeder Gedanke. Jede Strategie.

Selbst das Verlangen, den Sturm zu durchqueren.

Als ich mir während der Quarantäne online deine Performance angesehen habe, hatte ich den Eindruck, dass dein „Eingehen“ in das Einhorn auch eine Fürsorglichkeit darstellt. Als würdest du Verantwortung für es übernehmen. In welchem Zusammenhang steht das Einhorn mit deiner Arbeit, deinem Körper und deinem Selbstverständnis auf der Bühne?

Das Einhorn wird oft in Kontexten verwendet, um queere Körper und Konzepte anzusprechen.

Mit der Performance versuche ich zu erklären, dass Einhörner nie direkt von Menschen adressiert werden. Niemand kennt sie, und dennoch fühlt sich jede*r dazu ermutigt, eigene Interpretationen vorzulegen. Natürlich kenne ich sie genauso wenig, doch in mir gibt es auch das Gefühl, dass jemand anderer als ich selbst meinen Körper schreibt und um-schreibt.

Ich nehme mich des Einhorns an, wenn ich nicht die Komplexität meines Bewegungsmechanismus übertünchen möchte. Tatsächlich ist es auch nicht die Form meines Körpers, durch die ich dem Einhorn ähnele, sondern die Art und Weise, wie ich mich bewege, und darauf berufe ich mich mit dem Wesen des Einhorns.

Ich bin es gewohnt, auf ein Werkzeug (meinen Rollstuhl) angewiesen zu sein, um mich fortzubewegen. Darin gleiche ich vielen anderen Menschen mit Behinderung. Und das macht es für den Rest der Menschheit auch einfacher und angenehmer in unserer Gegenwart.

Aber wie sieht die wahre Natur meines Gehens aus?
Wenn ich auf jegliches Hilfsmittel verzichten würde, wie sähe mein Gang aus?

Die Queerness der Art und Weise, wie ich gehe, offenzulegen bedeutet, mein inneres Einhorn zu enthüllen, und das ist beängstigend.

Darum sorge ich mich um das Einhorn, um damit auch auf mich selbst aufzupassen. Nur so kann ich mich auch um andere kümmern, um das Publikum.

Gentle Unicorn ist ein Akt kollektiver Fürsorge, um mit einem sanfteren Blick aufeinander achtzugeben.

Du hast darauf hingewiesen, dass „im kollektiven Gedächtnis das Einhorn zur mythologischen Figur ohne Mythos wird, der dessen Existenz begründen könnte; zum Symbol der Ausrottung und der Zerbrechlichkeit.“ Einhörner wurden nicht immer so dargestellt, wie wir sie uns heute vorstellen. Glaubst du, die Frage nach dem Mythos und der nicht vorhandenen Genealogie eröffnet einen Zusammenhang mit queeren Lebensformen?

Queer wird oft mit dem Konzept des Exzentrischen verbunden. Exzentrisch ist ein Wort aus dem Fachbereich der Geometrie; dort ist sein Antonym „konzentrisch“: zwei Zentren ohne Schnittmenge.

Was können wir also damit anfangen?

Da es unmöglich scheint, beide Zentren zu kennen, gibt man sich mit der einfachsten Lösung zufrieden. Man etabliert eine Norm – ein Zentrum – und alles, was davon abweicht, wird als abgesondert dargestellt. Wir geben dem zweiten Zentrum keine Stimme und beschäftigen uns auch nicht mit dessen Geschichte. In der Zwischenzeit überschreiben und interpretieren wir diese Existenz auf dieselbe Art und Weise und mit demselben Eigennutzen, wie wir es auch bei allem Exotischen machen.

Das Einhorn hat weder eine Geschichte noch Wurzeln, aber einen Körper und eine Identität. Es geht hier nicht nur um Genealogie – diese kann abgelehnt werden, verloren oder zu Bruch gehen – sondern um Entwicklungsverläufe, um Eigenwahrnehmung, um Anerkennung. So wie wir gerne die Vergangenheit des Einhorns übersehen, so tilgen wir die Komplexität des exzentrischen Körpers.

So wird man zum Schweigen gebracht, als zweidimensionale Gestalt gezeichnet – das sind alles Erfahrungen, die auf Exzentriker*innen sowie auf das Einhorn zutreffen.

Seit der Antike haben Tiere dem Tanz und dem Theater als Thematik und Bewegungsmodell gedient. In letzter Zeit haben Choreograf*innen und Performer*innen vermehrt eine Vorliebe dafür entwickelt, besonders die Analogien zwischen Mensch und Tier zu betonen und nicht die Unterschiede. Welche politischen und ästhetischen Fragen können diese bezüglich (menschlicher) Identität und Krise, aus deiner künstlerischen Perspektive gedacht, offenlegen?

Ich glaube, dass es unmöglich ist, der Komplexität dieser Frage mit nur einer Antwort oder auch mehreren Antworten beizukommen.

Tiere bewegen sich auf vielerlei Weisen, und auch die Bedeutungen von Bewegungen können vielerlei Art sein und vieles eröffnen, genauso wie die Fallen, in die sie treten können.

In meinem Fall ist die Frage nach dem Tier mit der Frage nach dem Körper mit Behinderung verbunden, dessen Bewegungsmechanismus modifiziert wird, damit er sich an eine Welt anpassen kann, die ihn nicht anerkennt. Es war nicht meine Intention, die Bewegungen eines Einhorns zu imitieren, ich habe mich nicht von Pferden oder Löwen inspirieren lassen, sondern ich habe hauptsächlich analysiert, wie sich mein Körper ohne jegliche Hilfsmittel im Raum bewegt.

Ein*e Tänzer*in lernt zuerst das Laufen und dann das Tanzen. Aufrecht zu gehen ist die Fortbewegungsart des Tieres, das Mensch heißt. In meinem Alltag performe ich meine Art zu gehen nicht. Ich wüsste nicht wie. Denn die Art und Weise, wie ich mich täglich fortbewege, würde ich äußerst zivilisiert nennen, und sie hat nichts mit meiner natürlichen Art des Gehens zu tun. Das Tier, das Mensch heißt, entspringt einzig meiner choreografischen Arbeit.

Es handelt sich um ein menschliches Wesen, dessen Knochengerüst sich gegen die Hegemonie der aufrechten Körper erhebt.

Kannst du uns mehr über die Hintergründe zu deinem Konzept eines „politischen Körpers“ verraten? Inwiefern transformiert sich dein Körper auf der Bühne zu einem „Manifest“?

Ich habe nach italienischen Standards recht früh angefangen, als Schauspielerin zu arbeiten. Ich war zwanzig, als ich meine erste Hauptrolle bekam, und bei diesem Anlass hat ein bekannter Journalist einer landesweiten Zeitung geschrieben, dass ich „eine junge Dame mit deformiertem Körper“ sei. Erst in den darauffolgenden Zeilen hat er sich etwas mehr mit meiner Darstellung beschäftigt.

Ich war zu dem Zeitpunkt zwanzig, wie ich schon sagte. Er war fünfzig.
Ich hatte mein Debüt, er hatte bereits eine erfolgreiche Karriere.
Ich war unbekannt, er hatte schon einen Namen.

Es war eine gewaltvolle Erfahrung, vor allem weil ich am Anfang nicht verstand, dass da nichts mit mir falsch war, sondern mit ihm.

Meinen Kolleg*innen und mir wurde gesagt, dass es nicht einfach sei, sich einen Körper wie meinen anzusehen, ihn zu verstehen und zu akzeptieren. Vor diesem Journalisten gab es schon andere Personen, die es schwierig fanden, mich anzusehen, doch die vermeintliche Distanz, die ihm ein geschriebener Artikel gewährte, schien ihm Anlass zu geben, seinen Unmut auf die brutalste Art und Weise auszudrücken. Und ich war mir damals sicher, das verstehen zu müssen.

In den ersten Jahren meiner beruflichen Laufbahn wurden noch weitere ähnliche Artikel geschrieben. Auch wenn meine darstellerische Leistung gelobt wurde, wären die Worte, mit denen mein Körper beschrieben wurde, inakzeptabel gewesen, hätte man mit ihnen versucht, einen „abled“ Körper zu beschreiben.

Das Konzept des politischen Körpers, das Verlangen, zum „Manifest“ zu werden, das Bedürfnis, die richtigen Worte für mein Äußeres zu finden, meine Reflexionen über das Angestarrtwerden und die Zuschreibungen … all das ist meine Art, „Fragen zurückzuwerfen“ an eine Gesellschaft, die sich das Recht nimmt, diese überhaupt zu stellen. Ich konnte und wollte mit diesem Schmerz nicht allein leben, und mir war klar, dass ich kein Einzelfall war. Unter all den Erklärungsversuchen der Leute machte für mich nur einer Sinn: Es ging dabei nicht um mich, sondern diese Worte griffen alles an, was mein Körper repräsentiert.

Darum war es wichtig, dass ich anstatt nur zu einer zu mehreren wurde. Ich musste eine Rolle annehmen, die ich mir nicht ausgesucht hatte, zum Symbol einer konstruierten Kategorie von Menschen werden, um alles von innen heraus zu verändern.

Um das auch auf die Bühne zu übersetzen, arbeite ich stetig. Ich stelle meinen Körper hierzu nicht aus, sondern verberge ihn eher. Ich verleihe ihm keinen exotischen Charakter, sondern enthülle diesen. Ich wähle die Autor*innen, mit denen ich arbeite, mit Bedacht aus. Und ich versuche zu erkennen, wann es Zeit ist, sich auch zurückzuziehen… Ein „Manifest“ zu sein bedeutet auch, zu wissen, dass alles mehrfache Bedeutungen tragen kann, vor allem, wenn es sich um einen exzentrischen Körper handelt. Dieser Verantwortung muss man sich stellen.

In deinem Künstlerinnenstatement sagst du, es sei demütigend, wenn dem Hintern des Einhorns ein Regenbogen entspringt. Handelt es sich bei Gentle Unicorn um ein Stück, bei dem es darum geht, Kontrolle und Macht darüber zu haben, wie die Gesellschaft mit Körperbildern umgeht? Ist es insofern demütigend, als dass es sich hier nicht um eine freie Wahl, um eine Entscheidungsfreiheit handelt?

Gentle Unicorn ist eine Performance, die versucht, den Blick neu auszurichten.

Nichts ist falsch mit instinktbedingten Reaktionen – weder mit Neugier noch mit Gelächter oder Ablehnung. Doch die einzige Bitte, die ich habe, ist, nicht wegzulaufen. Sich der Verantwortung für das eigene Empfinden zu stellen, wie auch immer das aussieht, und im Moment zu sein, in dieser Situation zu verweilen und ihr eine Chance zu geben, sich zu entwickeln.

Wenn wir mit etwas Unvorhergesehenem konfrontiert sind, sei es ein Körper oder ein Vorgang, passiert viel in uns. Doch wenn der Versuchung wegzulaufen nicht nachgegeben wird, wenn wir uns die Zeit nehmen, uns mit der Situation vertraut zu machen, dann entspannt sich die Atmung, die Eindrücke verändern sich, und der Blick erforscht neue Tiefen.

Ich verlange vom Publikum nur, sich die Zeit zu nehmen, um sich aneinander zu gewöhnen. Ohne Hintergedanken. Sich den Dingen zu widmen, ohne sie sich zunutze zu machen.

Vielen Dank, Chiara.

Um wieder zu Jack Halberstam zurückzukehren, teile ich eine Art Nicht-Strategie aus „The Queer Art of Failure”: „Unter gewissen Umständen bedeutet Scheitern, Verlieren, Vergessen, Aufheben, Rückgängigmachen, Sich-seiner-Entledigen, Nichtwissen eine kreativere, kooperativere und überraschendere Art, in und mit der Welt zu sein.“[7]

 

 

Johanna Hörmann ist Tanz- und Theaterwissenschafterin. Seit April 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dissertantin am Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft der Universität Salzburg. Seit Oktober 2018 ist sie Mitglied des Doktoratskollegs PLUS geschlecht_transkulturell. Internationale Gastvorträge, z.B. 2019 in Shanghai, Beijing. Neben ihrer akademischen Tätigkeit arbeitet sie als freiberufliche Dramaturgin (HÖRFRAU Kollektiv) und Tanzkritikerin. Sie hat ein besonderes Interesse an der Verflechtung von Mythos und Geschichte, um alternative Sichtweisen auf die Vergangenheit zu erforschen. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem griechischen Satyr und analysiert die Resonanzen der mythologischen Figur in der Gegenwart. Ihre aktuellen Forschungsinteressen sind die Inszenierung von Wildheit/Queerness und Repräsentationen des Tieres auf der Bühne (in verschiedenen historischen Formationen).

 

[1] Mit einer Betonung an dieser Stelle auf das dichotome Verständnis von wir/sie, Inklusion/Exklusion und den damit einhergehenden sozialen Gegebenheiten und Machtstrukturen, die (re-)produziert werden.
[2] Dieses digitale Interview wurde als E-Mail-Korrespondenz zwischen Österreich und Italien im Mai und Juni 2020 geführt. Chiara hat mir einen Videolink für ihre Performance bereitgestellt. Giulia Traversi (Kommunikation) hat mehrere Male betont, dass Chiara mehr Zeit bräuchte, um sich den Fragen zu stellen, und, dass sie momentan nicht arbeitet. Ich erwähne dies, weil ich glaube, dass es wichtig ist, gerade im Hinblick auf eine Verknüpfung und ein Verständnis für das Ringen mit „Normalität“ und um in Zukunft anders über uns und unsere Arbeit zu sprechen. Auf eine ungewöhnliche Art hat diese Krise uns mehr Zeit gegeben, uns mit vorhandenen Erwartungen, Haltungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Aber es gibt auch schon diesen wachsenden Druck, wieder in einen „Normalzustand“ zurückzukehren, zum Altbekannten, zum Vorhandenen und zu einer Routine, die zum Scheitern verurteilt ist (das kann ich sehen). Es herrscht offensichtlich Eile, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Aber wo sind die Bekenntnisse der Verweigerung, Störung und Diskontinuitäten in unserem Arbeitsverhalten, in der Kunstwelt und überall sonst?
[3] Jack Halberstam, Strategy of Wildness 2019. http://blogs.law.columbia.edu/praxis1313/jack-halberstam-strategy-of-wildness/?cn-reloaded=1 (letzter Zugriff: 13.05.2020)
[4] Chiara Bersani über Gentle Unicorn.
[5] Jack Halberstam, Strategy of Wildness 2019. (Übersetzt aus dem Englischen: „All eras are marked by crisis, it is not that this era is different, but crises shift and change with the times and the challenge for the artist and the intellectual is to identify our crisis, our insurrection, but also our pleasure, our strategy of joy.“)
[6] Auf Nachfrage der Autorin spezifiziert Chiara Bersani diesen Satz als Metapher für etwas Unbekanntes, Unerwartetes, das keine Grenzen oder Gesetzmäßigkeiten befolgt.
[7] Jack Halberstam, The Queer Art of Failure. Durham 2011, S. 3. (Übersetzt aus dem Englischen Original: “Under certain circumstances, failing, losing, forgetting, unmaking, undoing, unbecoming, not knowing may in fact offer more creative, more cooperative, more surprising ways of being in the world.”)

 
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