Double Bind (Online-Lecture)

María do Mar Castro Varela
María do Mar Castro Varela

Online verfügbar bis So, 15. November.

Postkoloniale Perspektiven im Kunst- und Kulturbetrieb und in der kulturellen Bildung haben Hochkonjunktur, doch handelt es sich hierbei meist um eine Rezitations- und weniger um eine Rezeptionspraxis. Dabei wären tiefergehende Debatten um und mit Theorien der Postkolonialität dringend notwendig, um etwa die Zumutungen der dominanten eurozentrischen Ausstellungs- und Vermittlungspraxen aufzudecken. Wer dominante Denkgewohnheiten verlässt, kann die Ambivalenz – den „double bind“ – der postkolonialen Situation ertragen und transparent machen: das Hin-und-Hergerissen-Sein zwischen „business as usual“ und harscher Kritik am eurozentrischen Denken. Die postkoloniale Denkerin und Pädagogin María do Mar Castro Varela plädiert für eine ästhetische Bildungspraxis des Verlernens, die den notwendigen Raum für das Erfassen und Erzählen postkolonialer Situationen in ihrer Komplexität herstellt.

Der Vortrag (in deutscher Sprache) wurde von der Filmemacherin Danielllis Hernández aufgezeichnet und am 6. November 2020 mit einem anschließenden Q&A, moderiert von unserer Theoriekuratorin Janine Jembere, via Zoom gestreamt.

 
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