Editorial Mai/Juni 2019

 

Liebes Publikum,
Liebe Künstler*innen,

in den Monaten Mai und Juni stehen zum zweiten Mal die Festivals Rakete und S_P_I_T_ am Start. Rakete präsentiert an den ersten zwei Maiwochenenden sechs neue Positionen aus dem Bereich Choreografie und Performance. Für die lokalen Beiträge – alles Erstaufführungen – zeichnen Ulduz Ahmadzadeh, Lau Lukkarila und Karin Pauer verantwortlich. Die internationalen Produktionen stammen von Hannah De Meyer, Mohamed Toukabri und Sophia Süßmilch. In autobiografischen wie fantastischen Geschichten werden gesellschaftlich relevante Fragen der Identität, der Herkunft und des Geschlechts verhandelt. Die Formate reichen vom virtuosen Monolog über eine choreografische Installation bis hin zu performativen Memes.

Beim zweiten Festival, S_P_I_T_, erwartet uns Ende Mai und Anfang Juni an zwei Tagen ein kompaktes Programm mit queeren Performances, Filmbeiträgen, Diskussionen plus Konzert und Party.

Im Juni verlassen wir mit zwei Projekten unsere gewohnten Räume. Die britische Künstlerin Rosana Cade realisiert die Wienversion ihres Projekts Walking:Holding, ein im wahrsten Sinne des Wortes berührender Stadtspaziergang.

Der französische Kurator Pierre Bal-Blanc hingegen greift eine Idee, die er 2017 bei der documenta 14 in Athen und Kassel realisiert hat, im Auftrag der Kontakt Sammlung wieder auf und erarbeitet sie gemeinsam mit dem rumänischen Künstler und Choreografen Manuel Pelmuş in Wien neu. In Collective Exhibition for a Single Body – The Private Score – Vienna 2019 werden an die 30 Kunstwerke aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa im Haus Wittgenstein ausgestellt; von den Künstler*innen vorgeschlagene Gesten werden in eine Partitur übersetzt und von Tänzer*innen aufgeführt, die scheinbar ungeplant in Alltagssituationen auftauchen. Am 25. Juni gibt es dazu in den TQW Studios ein Theorie-Begleitprogramm.

Bettina Kogler (Künstlerische Leitung & Programm) & Christa Spatt (Programm)

 

 
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