Affair

Christine Gaigg / 2nd nature
Performance
Christine Gaigg: Reenactment von Anita Steckel, Giant Woman (Subway), 1973, © eSeL  
Christine
Gaigg

studierte Philosophie in Wien und Choreografie an der SNDO Amsterdam. Nach ihrer langjährigen Kollaboration mit Komponisten Neuer Musik (u. a. mit Bernhard Lang Maschinenhalle#1, Eröffnung steirischer herbst 2010) beschäftigt sie sich nun vorwiegend mit dem Genre „Performanceessay“, in dem sie in unterschiedlichen Formaten gesellschaftspolitische Themen so umsetzt, dass eine Spannung zwischen emotionalen und analytischen Momenten entsteht.

Dazu zählen neben Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? (2014 und 2018) und dem intimen Begegnungsformat Meet (2018) noch DeSacre! Pussy Riot meets Vaclav Nijinsky (2013), untitled (look, look, come closer) (2015) über virale Kriegsbilder und CLASH (2016) über Homophobie als Auslagerung von Selbsthass.

Christine Gaigg / 2nd nature
Do07.
Sa09. 
Nov
19.30 Uhr/
TQW Halle G

Dauer: 75 Minuten,
keine Pause

Ab 16 Jahren

Sosehr auch in unseren „posterotischen“ Zeiten die Anbahnung und Ausübung von Sexualität geregelt ist und auch einstmals geschmähte sexuelle Praktiken mittlerweile akzeptiert sind, vielfältige Beziehungsmodelle erprobt werden und virtuelle Plattformen die Prozedere verändert haben, ein gewisses Phänomen bleibt von den gesellschaftlichen Diskursen nahezu unberührt: die Faszination, die von der Affäre ausgeht. Die Affäre ist seit jeher bestimmt vom Aufregenden und Gefährlichen, vom Geheimnis, vom Lebendigen und Unangepassten, vom Übertreten des Normativen, vom Spannungsgeladenen und Dunklen, vom Impulsiven, vom Komplizierten und vom Risiko – kurz: vom nicht zügelbaren Erotischen –, und das alles ungeachtet der sexuellen Identität und Orientierung. Das Phänomen der Affäre betrifft jede*n.

Affair will die verschiedenen Aspekte der Affäre ausloten, ihren Reiz ergründen und sich jenem „Anderen der Sexualität“ widmen, dem Besonderen und Tiefgründigen, das allein die Affäre bieten kann.

Credits

Text, Choreografie
Christine Gaigg
Choreografie, Performance
Christine Gaigg, Robert Steijn, Juliane Werner, Frank Willens
Dramaturgische Begleitung
Wolfgang Reiter
Raum, Lichtdesign
Philipp Harnoncourt
Kostüme
Dorothea Nicolai
Komposition, Sounddesign
Peter Plessas
Englische Übersetzung
David Tushingham
Produktionsleitung
Kira Koplin / Groundworkers
Assistenz
Christina Regorosa
Eine Koproduktion von 2nd nature und Tanzquartier Wien. 2nd nature wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.
Christine
Gaigg

studierte Philosophie in Wien und Choreografie an der SNDO Amsterdam. Nach ihrer langjährigen Kollaboration mit Komponisten Neuer Musik (u. a. mit Bernhard Lang Maschinenhalle#1, Eröffnung steirischer herbst 2010) beschäftigt sie sich nun vorwiegend mit dem Genre „Performanceessay“, in dem sie in unterschiedlichen Formaten gesellschaftspolitische Themen so umsetzt, dass eine Spannung zwischen emotionalen und analytischen Momenten entsteht.

Dazu zählen neben Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? (2014 und 2018) und dem intimen Begegnungsformat Meet (2018) noch DeSacre! Pussy Riot meets Vaclav Nijinsky (2013), untitled (look, look, come closer) (2015) über virale Kriegsbilder und CLASH (2016) über Homophobie als Auslagerung von Selbsthass.

 
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