Augusto

Alessandro Sciarroni
Tanz
© Alice Brazzit 
Alessandro
Sciarroni

zählt zu den eigenwilligsten und innovativsten Künstler*innen seiner Generation. Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich von Choreografie über bildende Kunst bis hin zur Erforschung des Theaters selbst. Seine Arbeiten werden auf Tanz- und Theaterfestivals, in Museen und Kunstgalerien weltweit gezeigt. 2019 wurde er auf der Tanzbiennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist wie bei Marcel Duchamp eine konzeptuelle Matrix, die er aber in den Theaterraum überträgt und mit Techniken und Erfahrungen aus Tanz, Zirkus oder Sport verknüpft.

Sciarroni interessiert sich für die Obsessionen, die Ängste und die Fragilität des Performens auf der Bühne. Mittels Dauer und Wiederholung führt er die Performer*innen an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit, eröffnet so Einblicke in eine andere zeitliche Dimension und setzt auf Empathie, um den zwischenmenschlichen Aspekt in seinen Arbeiten zu betonen. „Sein Thema ist zwar die Einsamkeit, doch er liebt den emotionalen Austausch zwischen Performer*innen und Publikum“, schreibt die römische Tageszeitung La Repubblica über sein Werk.

alessandrosciarroni.it

Alessandro Sciarroni
Fr17./
Sa18. 
Jan
19.30 Uhr/
TQW Halle G
 
     
  • Fr 17. Jan
  • Sa 18. Jan
€ 20/15/10 Wahlabo

60 Minuten, keine Pause

„Immerhin ist das Lachen insofern ästhetischer Natur, als Komik immer in Momenten auftritt, wo die Gesellschaft und die Einzelnen frei von jeder Sorge um ihre Existenz sich selber wie einem Kunstwerke gegenüberstehen.“ — Henri Bergson, Das Lachen (1900)

„Little by little, laughter becomes an absolute norm […] The dancers give the fatal impression that something of humanity ends up being lost.“ — Libération

Augusto ist ein Stück über das menschliche Bedürfnis, bedingungslos geliebt zu werden, und über den Schmerz, wenn dies nicht der Fall ist. Zugleich eine Hommage auf den dummen August – den Loser im Zirkus, der nicht aufhören kann zu lachen, auch wenn es eigentlich zum Weinen wäre.

Wenn wir lachen, werden achtzig Muskeln im ganzen Körper betätigt, die Stimme ändert sich, das Zwerchfell tanzt. Doch das Lachen hat, abgesehen von den physiologischen Aspekten, noch tausend andere Facetten. Angelegt als Recherche, wie sich Stimme, Körper und Bewegung auf der Bühne zueinander verhalten, lässt der preisgekrönte italienische Choreograf Alessandro Sciarroni den neun Tänzer*innen in Augusto nur eine Ausdrucksmöglichkeit: das Lachen. Egal ob sie gehen, laufen oder tanzen, Trauer, Euphorie, Angst oder Schmerz empfinden. Es wird obsessiv gelacht, ohne den Grund dafür benennen zu können. Immer unkontrollierter, bis es wehtut.

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Credits

Von
Alessandro Sciarroni
Mit
Massimiliano Balduzzi, Marta Ciappina, Jordan Deschamps, Pere Jou, Benjamin Kahn, Leon Maric, Francesco Marilungo, Cian McConn, Roberta Racis
Musik
Yes Soeur!
Lichtdesign
Sébastien Lefèvre
Bewegungscoaching, dramaturgische Mitarbeit
Elena Giannotti
Kostüme
Ettore Lombardi
Dramaturgische Beratung
Chiara Bersani, Peggy Olislaegers, Sergio Lo Gatto
Lach-Yoga-Coaching
Monica Gentile
Künstlerische Mitarbeit
Erna Ómarsdóttir, Valdimar Jóhannsson
Stimmcoaching
Sandra Soncini
Technische Leitung
Valeria Foti
Tourtechnik
Cosimo Maggini
Assistenz, Recherche
Damien Modolo
Kuratorin, Promotion, Consulting
Lisa Gilardino
Administration, Produktionsleitung
Chiara Fava
Pressebüro
Beatrice Giongo
Eine Produktion von MARCHE TEATRO – Teatro di Rilevante Interesse Culturale, corpoceleste_C.C.00#, European Creative Hub – Französisches Kulturministerium / Maison de la Danse Grant for Biennale de la Danse de Lyon 2018, Grec Festival of Barcelona, Théâtre de Liège (BE), Teatro Municipal do Porto (PT), CENTQUATRE-PARIS, apap – Performing Europe 2020, ein Projekt kofinanziert durch das Creative Europe-Programm der Europäischen Union, Snaporazverein (CH), Theaterfestival Boulevard (NL), Theater Freiburg (DE), La Biennale di Venezia.

Koproduziert von Tanzfabrik Berlin, Centrale Fies (IT), L'arboreto – Teatro Dimora di Mondaino (IT).

Alessandro Sciarroni ist Associated Artist bei CENTQUATRE-PARIS und wird als Künstler*in im Fokus von apap – Performing Europe 2020 unterstützt.
Alessandro
Sciarroni

zählt zu den eigenwilligsten und innovativsten Künstler*innen seiner Generation. Sein Tätigkeitsfeld erstreckt sich von Choreografie über bildende Kunst bis hin zur Erforschung des Theaters selbst. Seine Arbeiten werden auf Tanz- und Theaterfestivals, in Museen und Kunstgalerien weltweit gezeigt. 2019 wurde er auf der Tanzbiennale von Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ausgangspunkt seiner Arbeiten ist wie bei Marcel Duchamp eine konzeptuelle Matrix, die er aber in den Theaterraum überträgt und mit Techniken und Erfahrungen aus Tanz, Zirkus oder Sport verknüpft.

Sciarroni interessiert sich für die Obsessionen, die Ängste und die Fragilität des Performens auf der Bühne. Mittels Dauer und Wiederholung führt er die Performer*innen an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit, eröffnet so Einblicke in eine andere zeitliche Dimension und setzt auf Empathie, um den zwischenmenschlichen Aspekt in seinen Arbeiten zu betonen. „Sein Thema ist zwar die Einsamkeit, doch er liebt den emotionalen Austausch zwischen Performer*innen und Publikum“, schreibt die römische Tageszeitung La Repubblica über sein Werk.

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