Tanz 
Radouan Mriziga

Ayur

 
Radouan Mriziga

wurde 1985 in Marrakesch geboren und lebt derzeit in Brüssel. 2014 entstand sein erstes, noch immer tourendes Solo 55, gefolgt von 3600 (2016), 7 (2017) und 0 (2019). In diesen Arbeiten setzt er sich mit Tanz durch das Prisma von europäischer wie auch islamischer Architektur auseinander. Seit 2019 hat Mriziga eine Trilogie von Werken entwickelt, die von der Kultur und der Geschichte der Amazigh, der Ureinwohner*innen Nordafrikas, inspiriert ist. Von 2017 bis 2021 war er Artist in Residence am Kaaitheater in Brüssel, von 2021 bis 2025 ist er Artist in Residence bei deSingel in Antwerpen.

Sondos Belhassen

ist eine tunesische Choreografin, Tänzerin und Tanzlehrerin. Ihre Arbeiten basieren auf unterschiedlichen Arten von Erfahrungen und sind irgendwo zwischen Tanz und Film anzusiedeln. Sie ist zudem Tanzlehrerin und arbeitet seit 1998 am El Teatro, an der nationalen Zirkusschule und an der Schauspielschule des Nationaltheaters von Tunesien. Gemeinsam mit Malek Sebaï und Patricia Triki betreibt sie choreografische Forschung. Die drei kreieren zusammen Stücke, Installationen und Performances, von denen zwei für das Festival Dream City entstanden sind: Manel wu Sawssen im Jahr 2007 und La prison des délits de cœur im Jahr 2010.

Credits

Konzept, Choreografie Radouan Mriziga Von und mit Sondos Belhassen Unterstützung bei der Recherche über Amazigh Hajar Ibnouthen Text  Lilia Ben Romdhane, Mehdi Chammem aka Massi Musik Mehdi Chammem aka Massi Kostüme Anissa Aida Raum Radouan Mriziga in Zusammenarbeit mit Flayou Architektur Flayou Künstlerische Assistenz Maïté Minh Tâm Jeannolin Produktion Dream City  Koproduktion L’Art Rue, Tunis, Moussem – Nomadic Arts Centre, Brüssel, Festival de Marseille, A7TLA5, Brüssel, Tanz im August / HAU – Hebbel am Ufer, Berlin Management, Distribution Something Great, Berlin Produktionsassistenz Synda Jebali Übersetzungen Marwa Manaï, Lilia Ben Romdhan, Mehdi Chammem Unterstützt von Fondation DOEN, i-Portunus, Mairie de Tunis Technische Unterstützung SYBEL Licht & Ton Dank an DEBO, Cyrine Boujila, Nawal Laroui, Leila Sebai, Manel Mahdouani, Mohamed Khalfallah, Zoubeir Mouhli, Wajdi Borji, Mehdi Ben Temessek, Ghilen Agrebi

Mit Unterstützung von

Ayur

Die Moderne war maßgeblich daran beteiligt, Gesellschaften zu formen und zu bestimmen, was als Wissen definiert wird. In diesem Prozess wurde indigenes und populäres Wissen oft zerstört. Dennoch beeinflussen diese ausgelöschten Narrative immer noch die Gegenwart, sowohl in lokalen als auch in globalen Kontexten. Ayur ist der zweite Teil einer Trilogie, die sich mit der Semantik und den Mythologien der Imazighen, eines indigenen Volks Nordafrikas, beschäftigt. Im Zentrum stehen weibliche Figuren, die als Hüterinnen der Überlieferung des Amazigh-Wissens fungieren. Inspiriert von Tanit, der antiken Mondgöttin Karthagos, ist Ayur eine Hommage auf die Weitergabe von Wissen, getanzt von Sondos Belhassen, die während seines Studiums in Tunis Radouan Mrizigas Tanzlehrerin war. Unter einer hölzernen, netzwerkartigen Kuppel entsteht dabei eine schillernde Choreografie aus Tanz, Text – von Autorin Lilia Ben Romdhane und Rapper Mehdi Chammem – und Architektur auf der Suche nach einer neuen Zukunftsschreibung. Ayur ist die Göttin, die im punischen Karthago mit dem Mond assoziiert wurde.

Radouan Mriziga

wurde 1985 in Marrakesch geboren und lebt derzeit in Brüssel. 2014 entstand sein erstes, noch immer tourendes Solo 55, gefolgt von 3600 (2016), 7 (2017) und 0 (2019). In diesen Arbeiten setzt er sich mit Tanz durch das Prisma von europäischer wie auch islamischer Architektur auseinander. Seit 2019 hat Mriziga eine Trilogie von Werken entwickelt, die von der Kultur und der Geschichte der Amazigh, der Ureinwohner*innen Nordafrikas, inspiriert ist. Von 2017 bis 2021 war er Artist in Residence am Kaaitheater in Brüssel, von 2021 bis 2025 ist er Artist in Residence bei deSingel in Antwerpen.

Sondos Belhassen

ist eine tunesische Choreografin, Tänzerin und Tanzlehrerin. Ihre Arbeiten basieren auf unterschiedlichen Arten von Erfahrungen und sind irgendwo zwischen Tanz und Film anzusiedeln. Sie ist zudem Tanzlehrerin und arbeitet seit 1998 am El Teatro, an der nationalen Zirkusschule und an der Schauspielschule des Nationaltheaters von Tunesien. Gemeinsam mit Malek Sebaï und Patricia Triki betreibt sie choreografische Forschung. Die drei kreieren zusammen Stücke, Installationen und Performances, von denen zwei für das Festival Dream City entstanden sind: Manel wu Sawssen im Jahr 2007 und La prison des délits de cœur im Jahr 2010.

Credits

Konzept, Choreografie Radouan Mriziga Von und mit Sondos Belhassen Unterstützung bei der Recherche über Amazigh Hajar Ibnouthen Text  Lilia Ben Romdhane, Mehdi Chammem aka Massi Musik Mehdi Chammem aka Massi Kostüme Anissa Aida Raum Radouan Mriziga in Zusammenarbeit mit Flayou Architektur Flayou Künstlerische Assistenz Maïté Minh Tâm Jeannolin Produktion Dream City  Koproduktion L’Art Rue, Tunis, Moussem – Nomadic Arts Centre, Brüssel, Festival de Marseille, A7TLA5, Brüssel, Tanz im August / HAU – Hebbel am Ufer, Berlin Management, Distribution Something Great, Berlin Produktionsassistenz Synda Jebali Übersetzungen Marwa Manaï, Lilia Ben Romdhan, Mehdi Chammem Unterstützt von Fondation DOEN, i-Portunus, Mairie de Tunis Technische Unterstützung SYBEL Licht & Ton Dank an DEBO, Cyrine Boujila, Nawal Laroui, Leila Sebai, Manel Mahdouani, Mohamed Khalfallah, Zoubeir Mouhli, Wajdi Borji, Mehdi Ben Temessek, Ghilen Agrebi



Mit Unterstützung von
12.11./
13.11.
Fr/​Sa
21 Uhr
55 Min.
12.11./
13.11.
Fr/​Sa
21 Uhr
55 Min.
TQW Halle G
€ 20/15/10

In arabischer Sprache mit deutscher und englischer Übersetzung

 
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