Choreography as a tool for establishing socio-environmental relations

Climatic Dances
Alessandro Questa, Juan Carlos Palma & Amanda Piña
Vortrag & Gespräch
© nadaproductions 
Alessandro
Questa

ist Anthropologe und hat 20 Jahre in indigenen Gemeinschaften in Mexiko (warihó, ñañú, xi oí and masewal) gearbeitet. Questa hat sich auf die Erforschung indigener Ökologien und ihren Schnittstellen mit verschiedenen lokalen Auswirkungen des Klimawandels und des extraktivistischen Geokapitalismus spezialisiert. Zudem befasst er sich mit traditionellen Tänzen als indigene Technologien zur Visualisierung und Intervention in sozio-ökologischen Beziehungen. Derzeit unterrichtet er Sozialanthropologie an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt.

Juan
Carlos
Palma

ist ein mixtekisch-mexikanischer Choreograf, Performer und Forscher auf dem Gebiet des traditionellen/volkstümlichen Tanzes. Seine Arbeiten kreisen um die Themen Erinnerung und Identitätsprozesse und ihre Verkörperung bzw. Darstellung in der Praxis des traditionellen/volkstümlichen Tanzes. Den Körper versteht er als lebendes Archiv, das über diverse Möglichkeiten des Widerstands verfügt. Palma Verlasco wurde wird dem FONCA-Preis für Performing Arts des Mexican National Art Fund ausgezeichnet. Seine neue Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema männliche Identität. Er unterrichtet an der Escuela Nacional des Danza Folklórica in Mexiko-Stadt.

Amanda
Piña

ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien lebt. Ihre Werke beschäftigen sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert und nichtwestliche Referenzen und Perspektiven in zeitgenössische Performances einbringt. Neben ihrem Interesse, Kunst ohne reinen Produktwert zu entwickeln, steht die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Schaffung von und die Begegnung mit künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen im Zentrum ihres Schaffens. Als Tänzerin war Amanda Piña in Stücken von DD Dorvillier, Christine Gaigg u. a. zu sehen. 2019 erhielt sie den mexikanischen FONCA-Preis für Performing Arts.

Alessandro Questa, Juan Carlos Palma & Amanda Piña
Sa28. 
Mär
18 Uhr/
TQW Studios
Eintritt frei

In englischer Sprache

Eingeladen von Amanda Piña im Rahmen von Climatic Dances (Endangered Human Movements Vol. 5).

„Unlike us, white people are not afraid of being crushed by the falling sky. But one day they may fear that as much as we do!“ — Davi Kopenawa (2016)

„The ends of time are not the Anthropocene; that is a boundary, not a destiny. What comes next cannot be allowed to be the barbarism of the techno moderns.“ — Donna Haraway (2017)

Im Kapitalozän wird das menschliche Handeln zu einer geologischen Kraft, die eine Gefahr für die Stabilität der biologischen Systeme der Erde und deren Fähigkeit, Leben hervorzubringen, darstellt. Diese Vortragsreihe sucht nach möglichen Denk- und Handlungsweisen in indigenen Tänzen und choreografischen Praktiken, um nachhaltige sozio-ökologische Beziehungen zu nichtmenschlichen Lebensformen zu erschaffen.

In diesem Vortrag geht es um das Volk der Masewal, ihre Vorstellungen von Tanz, ihr Verständnis von Bergbau und Extraktivismus, ferner die möglichen Auswirkungen indigener Tanzpraxis auf unser Verständnis von Natur und Choreografie. Wie können die verkörperten und mündlichen Wissensformen indigener Vorfahren in die Welt des Theaters, der Museen und der Universitäten übersetzt werden?

Alessandro
Questa

ist Anthropologe und hat 20 Jahre in indigenen Gemeinschaften in Mexiko (warihó, ñañú, xi oí and masewal) gearbeitet. Questa hat sich auf die Erforschung indigener Ökologien und ihren Schnittstellen mit verschiedenen lokalen Auswirkungen des Klimawandels und des extraktivistischen Geokapitalismus spezialisiert. Zudem befasst er sich mit traditionellen Tänzen als indigene Technologien zur Visualisierung und Intervention in sozio-ökologischen Beziehungen. Derzeit unterrichtet er Sozialanthropologie an der Universidad Iberoamericana in Mexiko-Stadt.

Juan
Carlos
Palma

ist ein mixtekisch-mexikanischer Choreograf, Performer und Forscher auf dem Gebiet des traditionellen/volkstümlichen Tanzes. Seine Arbeiten kreisen um die Themen Erinnerung und Identitätsprozesse und ihre Verkörperung bzw. Darstellung in der Praxis des traditionellen/volkstümlichen Tanzes. Den Körper versteht er als lebendes Archiv, das über diverse Möglichkeiten des Widerstands verfügt. Palma Verlasco wurde wird dem FONCA-Preis für Performing Arts des Mexican National Art Fund ausgezeichnet. Seine neue Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema männliche Identität. Er unterrichtet an der Escuela Nacional des Danza Folklórica in Mexiko-Stadt.

Amanda
Piña

ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien lebt. Ihre Werke beschäftigen sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert und nichtwestliche Referenzen und Perspektiven in zeitgenössische Performances einbringt. Neben ihrem Interesse, Kunst ohne reinen Produktwert zu entwickeln, steht die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Schaffung von und die Begegnung mit künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen im Zentrum ihres Schaffens. Als Tänzerin war Amanda Piña in Stücken von DD Dorvillier, Christine Gaigg u. a. zu sehen. 2019 erhielt sie den mexikanischen FONCA-Preis für Performing Arts.

 
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