DANZA Y FRONTERA

Endangered Human Movements Vol. 4
Amanda Piña (CL/MX/AT) / nadaproductions
Tanz
© Hubert Marz 
Amanda
Piña

ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien lebt. Ihre choreografische Arbeit beschäftigt sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert und nichtwestliche Referenzen und Perspektiven in zeitgenössische Performances einbringt.

Neben ihrem Interesse, Kunst ohne reinen Produktwert zu entwickeln, steht im Zentrum ihrer Arbeit die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Schaffung von und die Begegnung mit künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen. Als Tänzerin war Amanda Piña bereits in Stücken von DD Dorvillier, Christine Gaigg u. a. zu sehen.

nadaproductions.at

Amanda Piña (CL/MX/AT) / nadaproductions
Do11.
Sa13. 
Okt
19.30 Uhr/
TQW Halle G

„Diese Arbeit ist denjenigen gewidmet, die den Mut haben, sich zu bewegen, zu denen, deren Körper Grenzen tragen.“ — Amanda Piña

DANZA Y FRONTERA ist die jüngste Arbeit aus der Serie Endangered Human Movements und basiert auf einem Tanz, der an der Grenze zwischen Mexiko und den USA entstanden ist. Der Tanz aus der Nachbarschaft El Ejido Veinte von Matamoros, Tamaulipas, Mexiko, wird heute in einem Kontext von extremer Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel, Militarisierung und Billiglohnindustrien aufgeführt. Er geht auf eine uralte prähispanische Tanzform zurück, den die spanische Krone (Casa de Austria/Habsburg) bei der Eroberung Mexikos als „danza de conquista“ (Tanz der Eroberung) einsetzte. Bis heute transformierte sich die Choreografie immer weiter und kann als eine Form des Widerstands gegen koloniale und später neoliberale Kräfte gesehen werden. Eine zeitgenössische popkulturelle Aneignung, in der indigene Praktiken, koloniale Erzählungen, Hip-Hop-Kultur und Mystik weiter zusammenwirken.

DANZA Y FRONTERA untersucht diese Grenzchoreografie und bringt ihre Protagonist_innen im Kontext des Voranschreitens der „Festung Europa“ nach Wien. Als Grenzsubjekte leben die Performer_innen in einem Dazwischen. Sie sind sich der Macht und der Einschränkungen dieser Situation bewusst und navigieren jenseits aller Begriffe von Grenze, seien diese kulturell, national oder ästhetisch.

Credits

Choreografie, Regie
Amanda Piña
Choreografie, Unterricht
Rodrigo de la Torre
Research, Performance
Alma Quintana, Juan Carlos Palma, Alberto Montes, Paula Chaves
Performance
Rodrigo de la Torre, Matteo Marziano Graziano, Daphna Horenczyk, Dafne Moreno, Cristina Sandino, Antonio Raith, Dante Murillo
Research, Theorie
Nicole Haitzinger
Bewegungsstudien Feldenkrais
Joy Ackwonú
Technische Koordination
Szymon Olszowski
Musik
Christian Müller, Edgar Uriel Soria
Licht
Victor Duran
Video in der Performance
Amanda Piña, Susana Ojeda, Hubert Marz
Kostüme
La mata del veinte / Julia Trybula
Video- und Fotodokumentation
Susana Ojeda, Hubert Marz – estudio elgozo
Produktionsleitung
Angela Vadori
PR
Simon Hajós
Produktionsassistenz
Kira Koplin
Volunteer
Hannah Lejet
Produktion in Mexiko
Alma Quitana, Amanda Piña, Juan Carlos Palma
Eine Produktion von nadaproductions in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien. Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien, des Bundeskanzleramts Österreich, von ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, Österreichische Botschaft in Mexiko, Mexikanische Botschaft in Österreich, Escuela Nacional De Danza Folklorica de Mexico, Diplomado Como Encender un Fosforo – Instituto Nacional de Bellas Artes (INBA), Museo Universitario de Arte Contemporáneo (MUAC), Museo Universitario del Chopo.
Amanda
Piña

ist eine mexikanisch-chilenisch-österreichische Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die in Wien lebt. Ihre choreografische Arbeit beschäftigt sich mit der Entkolonialisierung von Kunst, wobei sie sich auf die politische und soziale Kraft der Bewegung konzentriert und nichtwestliche Referenzen und Perspektiven in zeitgenössische Performances einbringt.

Neben ihrem Interesse, Kunst ohne reinen Produktwert zu entwickeln, steht im Zentrum ihrer Arbeit die Suche nach neuen Rahmenbedingungen für die Schaffung von und die Begegnung mit künstlerisch-ästhetischen Erfahrungen. Als Tänzerin war Amanda Piña bereits in Stücken von DD Dorvillier, Christine Gaigg u. a. zu sehen.

nadaproductions.at

 
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