The labor and leisure of foreplay: on pleasure, value and event in artistic production

Giulia Palladini (IT)
Theorie/Vortrag
 
© Charla Guayaquil
Giulia
Palladini

ist Senior Lecturer in der Abteilung für Drama, Theater und Performance an der Universität von Roehampton in London. Sie ist Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin (2012–2014) und hat als Gastprofessorin an einer Reihe internationaler Institutionen wie der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá und der SNDO (School for New Dance Development) in Amsterdam gelehrt. Ihre Forschung konzentriert sich vor allem auf Performancearbeit und Freizeit, das Archiv

und materialistische Theorien der künstlerischen Produktion. Ihre Texte erschienen in mehreren internationalen Zeitschriften, zudem hat sie als Theoretikerin und Kuratorin an einer Reihe von kritischen und künstlerischen Projekten mitgearbeitet. Palladini ist Autorin der Publikation The Scene of Foreplay: Theatre, Labor and Leisure in 1960s New York (2017) und Mitherausgeberin von Lexicon for an Affective Archive (2015).

Giulia Palladini (IT)
Fr20. 
Apr
18 Uhr/
TQW Studios

In englischer Sprache

Giulia Palladinis Vortrag konzentriert sich auf die Idee des Vorspiels – den Begriff und das Konzept hat sie aus der Terminologie der Sexualität entlehnt. Dabei geht es um die Bedingung verlängerter Vorläufigkeit, in der künstlerische Arbeit vor, aber auch nach ihrer potenziellen Verwirklichung existiert, sowie um die Möglichkeit, die Logik der Zeit zu missachten, die einer potenziellen Verwirklichung innewohnt: die Durchführung eines Projekts, der Höhepunkt eines Ereignisses oder die rückwirkende Zuschreibung von bisher unbezahlter Arbeit. In Palladinis Konzept bedeutet Vorspiel eine eigentümliche Zeitlichkeit künstlerischer Produktion, die sowohl als paradigmatisch für zeitgenössische Formen prekärer Arbeit (zu oft in einem Zustand ewiger Vorläufigkeit schwebend) als auch als Gegenkraft in der produktiven Ökonomie gesehen werden kann, als eine Vorstufe, in der Arbeit noch kein Wert zugewiesen ist. Die Idee des Vorspiels soll nicht im Lichte einer negativen Ontologie diskutiert werden – als eine Praxis, die noch nicht oder nicht ganz „das Reale“ ist –, sondern im Gegenteil als ein affirmativer Horizont für eine andere Messung der Zeitlichkeit von Lust und Produktion.

Giulia
Palladini

ist Senior Lecturer in der Abteilung für Drama, Theater und Performance an der Universität von Roehampton in London. Sie ist Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin (2012–2014) und hat als Gastprofessorin an einer Reihe internationaler Institutionen wie der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá und der SNDO (School for New Dance Development) in Amsterdam gelehrt. Ihre Forschung konzentriert sich vor allem auf Performancearbeit und Freizeit, das Archiv

und materialistische Theorien der künstlerischen Produktion. Ihre Texte erschienen in mehreren internationalen Zeitschriften, zudem hat sie als Theoretikerin und Kuratorin an einer Reihe von kritischen und künstlerischen Projekten mitgearbeitet. Palladini ist Autorin der Publikation The Scene of Foreplay: Theatre, Labor and Leisure in 1960s New York (2017) und Mitherausgeberin von Lexicon for an Affective Archive (2015).

 
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