Habitat / Halle E

pandemic version
Doris Uhlich
Tanz
© Alexi Pelekanos 
Doris
Uhlich

entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesen Fällen dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind oft Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen. Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation. Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein.

Die 2018 im Tanzquartier Wien uraufgeführte Produktion Every Body Electric war 2019 u. a. zur Tanzbiennale von Venedig und zur Bienal Sesc de Dança in São Paulo eingeladen. Danach folgte bei ImPulsTanz 2019 das Solo TANK, das im Februar 2021 im Naturhistorischen Museum in einer Site-specific-Version gezeigt wird. Im Herbst 2019 bespielte Uhlich mit Habitat als erste lokale Choreografin in der Geschichte des TQW die Halle E. Zuletzt war im TQW stuck zu sehen, eine Studie über Unbeweglichkeit und Stillstand, die mit ihrer minimalistischen Choreografie und der metaphorisch aufgeladenen Bildsprache an frühe Arbeiten anknüpft.

dorisuhlich.at

Doris Uhlich
Sa03./
16 Uhr
Okt
Sa03./
20 Uhr
Okt
So04./
12 Uhr
Okt
So04./
16 Uhr
Okt
So04. 
20 Uhr
Okt
TQW Halle E

70 Minuten, keine Pause

Das ursprüngliche Konzept, bei dem sich die Zuschauer*innen frei im Raum bewegen, musste aufgrund der aktuellen Covid-19-Verordnung durch eine fixe Sitzplatzzuweisung ersetzt werden.

In der ursprünglichen Fassung von Habitat / Halle E – uraufgeführt im Herbst 2019 – schnalzen, vibrieren und klatschen die nackten Körper von 120 Menschen zu elektronischen Sounds und abstrakten Techno-Tracks aufeinander. Der utopische Ort, an dem sich Körper furchtlos begegnen, Haut auf Haut schwitzend berühren, gemeinsam atmen, scheint angesichts der aktuell kursierenden Pandemie Lichtjahre entfernt zu sein. Doris Uhlich stellt sich der Herausforderung, wie und wohin sich diese Utopie in Zeiten von Covid-19 transformiert. Was bedeutet die Verunmöglichung körperlicher Nähe? Die Performer*innen – in dieser Version sind es 41 – zelebrieren ihre Einheit in der Vielfalt, auch auf Distanz. Die Körper suchen nach realen gemeinsamen Erfahrungen und erschaffen Möglichkeiten, sich in kollektiver Energie zu vernetzen. Habitat bleibt eine schamlose, aber auch schambefreite Hymne auf einen nackten Körper jenseits von kulturellen Einschreibungen und gängigen Schönheitsidealen. Der Körper wird nicht zum Fetisch, zum Objekt degradiert, sondern materiell aufgefasst und dabei mit seiner ganzen Masse und Wucht, aber auch in seiner Fragilität gezeigt.

Die Auflagen der Covid-19-Verordnungen werden in der Choreografie berücksichtigt und auch als Impulse aufgegriffen.

Credits

Konzept, Choreografie
Doris Uhlich
Performance
Oliver Arnold, Jonas Becker, Eleonora Ciani, Manuela Deac, Florian Decker, Lukas Froschauer, Verena Giesinger, Doris Haidvogl, Marie Handl, Veronika Harb, Fiona Hauser, Sophia Hörmann, Stefanie Hörmanseder, Sarah Horvath, Christina Hurt, Klaus Lengefeld, Karin Lux, Noa Molato, Ann Muller, Iris Omari Ansong, Lukas Pollhammer, Florian Reither, Thomas Richter, Vera Rosner-Nogel, Alina Schaller, Marie Schmitz, Mim Schneider, Moritz Schöll, Ursula Schönherr, Manaho Shimokawa, Fio Sierwald, Valentino Skarwan, Ulla Stahlstadt, Maritina Theodοrou, Indra Tjoa, Živa Vavpotič, Barbara Vörös, Patrick Wolf, Michael Wolloch, Michael Würmer
DJ
Boris Kopeinig
Lichtdesign
Sergio Pessanha
Dramaturgische Beratung
Sebastian Lorenz, Theresa Rauter
Körpertanks
Proper Space (Juliette Collas, Zarah Brandl)
Konfektionsfertigung, Maßschneiderei
Mick Hennig
Produktion
Sebastian Lorenz
Administration
Margot Wehinger
Presse, Kommunikation
Jonathan Hörnig
Internationale Distribution
Something Great (Berlin)
Eine Koproduktion von Tanzquartier Wien und insert Tanz und Performance GmbH. Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien. Projektpartner der Habitat-Serie sind: donaufestival (Krems), ImPulsTanz (Wien) in Kooperation mit Secession Wien, Tanzquartier Wien.
Doris
Uhlich

entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesen Fällen dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind oft Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen. Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation. Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein.

Die 2018 im Tanzquartier Wien uraufgeführte Produktion Every Body Electric war 2019 u. a. zur Tanzbiennale von Venedig und zur Bienal Sesc de Dança in São Paulo eingeladen. Danach folgte bei ImPulsTanz 2019 das Solo TANK, das im Februar 2021 im Naturhistorischen Museum in einer Site-specific-Version gezeigt wird. Im Herbst 2019 bespielte Uhlich mit Habitat als erste lokale Choreografin in der Geschichte des TQW die Halle E. Zuletzt war im TQW stuck zu sehen, eine Studie über Unbeweglichkeit und Stillstand, die mit ihrer minimalistischen Choreografie und der metaphorisch aufgeladenen Bildsprache an frühe Arbeiten anknüpft.

dorisuhlich.at

 
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