Habitat / Halle E

Doris Uhlich
Tanz
Habitat / Halle E © Katarina Šoškić 
Doris
Uhlich

entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht oft die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesen Fällen dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind oft Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen – so z. B. mehr als genug (2009). Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation.

Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein. Mit Habitat bespielte sie mit einem ravenden nackten Ensemble die Dominikanerkirche in Krems und die Fassade der Wiener Secession. Für die Performance Ravemachine (2016) hat Doris Uhlich gemeinsam mit dem Tänzer Michael Turinsky den Nestroy-Spezialpreis für „Inklusion auf Augenhöhe“ gewonnen. Die 2018 im Tanzquartier uraufgeführte Produktion Every Body Electric war im Juni 2019 zur Tanzbiennale in Venedig eingeladen.

dorisuhlich.at

Doris Uhlich
Fr25./
Sa26. 
Okt
19.30 Uhr/
TQW Halle E
 
     
  • Fr 25. Okt
  • Sa 26. Okt
€ 30/25/20

Habitat / Halle E ist Doris Uhlichs bislang größte Choreografie: Die nackten Körper von 120 Menschen schnalzen, vibrieren und klatschen zu elektronischen Sounds und abstrakten Techno-Tracks aufeinander. Die Performer*innen zelebrieren ihre Einheit in der Vielfalt. Als Individuen und Masse zugleich erobern sie den Raum in einer einnehmenden von hochenergetisch bis kollektiv ruhenden Choreografie. Die Halle E verwandelt sich in ein „Habitat“ voller ungeahnter Lebensformen – das Publikum bewegt sich frei im Raum. Dabei sprengt Habitat subversiv gängige Vorstellungen vom Körper, von Tanz und Nacktheit. Habitat ist eine Utopie. Eine schamlose, aber auch schambefreite Hymne auf einen nackten Körper jenseits von kulturellen Einschreibungen und gängigen Schönheitsidealen. Der Körper wird nicht zum Fetisch, zum Objekt degradiert und Fleischlichkeit nicht metaphorisch oder poetisch ideologisiert, sondern materiell aufgefasst und dabei mit seiner ganzen Masse und Wucht, aber auch in seiner Fragilität gezeigt.

Credits

Konzept, Choreografie
Doris Uhlich
Dramaturgische Beratung
Theresa Rauter
Choreografische Umsetzung mit
Robyn/Hugo Le Brigand, Milan Loviška, Mzamo Nondlwana, Liv Schellander, Katharina Senk
Performance
120 Performer*innen
DJ
Boris Kopeinig
Licht, Raum
Gerald Pappenberger
Kommunikation, Social Media
Jonathan Hörnig
Produktionsassistenz
Johanna Kreft, Sebastian Lorenz
Produktion
Margot Wehinger, Theresa Rauter
Internationale Distribution
Something Great
Eine Koproduktion von Tanzquartier Wien und insert (Theaterverein). Mit Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien.
Doris
Uhlich

entwickelt seit 2006 eigene Projekte. Im Werk der Choreografin steht oft die Beschäftigung mit Alltagsgesten oder auch, wie in SPITZE (2008) oder Come Back (2012), mit künstlichen Gesten – in diesen Fällen dem strikten Bewegungscode des klassischen Balletts – im Zentrum. Ihre Performances sind oft Auseinandersetzungen mit Schönheitsidealen und Körpernormen – so z. B. mehr als genug (2009). Seit ihrem Stück more than naked (2013) beschäftigt sich Doris Uhlich in ihren Arbeiten zudem mit der Darstellung von Nacktheit jenseits von Ideologie und Provokation.

Dabei nimmt Musik – besonders elektronische Tanzmusik von New Wave bis Techno – eine wichtige Rolle ein. Mit Habitat bespielte sie mit einem ravenden nackten Ensemble die Dominikanerkirche in Krems und die Fassade der Wiener Secession. Für die Performance Ravemachine (2016) hat Doris Uhlich gemeinsam mit dem Tänzer Michael Turinsky den Nestroy-Spezialpreis für „Inklusion auf Augenhöhe“ gewonnen. Die 2018 im Tanzquartier uraufgeführte Produktion Every Body Electric war im Juni 2019 zur Tanzbiennale in Venedig eingeladen.

dorisuhlich.at

 
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