hi baubo
„Ich assoziiere Baubo mit einem kreativen, erotischen Dunkel. Mit Blut, Erde und dem Mond. Eine Figur, die weibliche Sexualität mit Ökologie, dem Psychedelischen und schallendem Gelächter verbindet.“ — Hannah De Meyer
In ihrer Performance new skin, die im Mai beim Festival Rakete im TQW zu sehen war, verbindet Hannah De Meyer die wachsende Empörung einer neuen Generation junger Menschen über eine Welt in Trümmern mit einem sehr persönlichen „Erwachen“: new skin weist den Weg zu einem neuen Bewusstsein und erzählt alternative Geschichten darüber, was Erfolg, Wohlstand und eine blühende Gesellschaft ausmacht.
Das Tanzquartier Wien zeigt nun die Preview ihrer neuen Produktion hi baubo. Hannah De Meyer begibt sich darin auf die Spuren von Baubo, einer obskuren mythologischen Gestalt, die für Regeneration, Magie und weibliche Sexualität steht. Baubo taucht bereits in prähistorischen Zeiten in Felszeichnungen, Knochenschnitzereien und Geschichten auf. Dabei handelt es sich um eine weibliche Figur mit hervorgehobener Vulva, die üblicherweise von Darstellungen von Fischen, Schildkröten und Vögeln flankiert wird.
Jahrgang 1988, schreibt und publiziert regelmäßig, performt und kuratiert Festivals. In ihrer Arbeit interessiert sie sich für die poetischen und politischen Zusammenhänge zwischen den Themen Weiblichkeit, Ökologie und Dekolonisierung. Text und Bewegung verbinden sich dabei zu einem hybriden, eigenwilligen Stil.
new skin (2018) steigt hinab in die Eingeweide der Erde und erweckt Leichenteile und längst vergessene Kreaturen wieder zum Leben. Die Performance wurde als „herausragendes feministisches und ökologisches Statement“ aufgenommen und bei Het TheaterFestival in Gent zu den bemerkenswertesten Produktionen des Jahres gewählt.
Credits
Dauer: 20 Minuten
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