Iran: hundert Jahre Revolution – und kein Ende

Sama Maani
Theorie
© Sama Maani 
Sama
Maani,

geboren in Graz, aufgewachsen in Österreich, in Deutschland und im Iran. Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich. Lebt und arbeitet als Schriftsteller und Psychoanalytiker in Wien. Zahlreiche Publikationen in deutschsprachigen und iranischen (Literatur-)Zeitschriften und Anthologien.

2004 Literaturpreis schreiben zwischen den kulturen. 2007 Österreichisches Staatsstipendium für das Romanprojekt Ungläubig (erschienen 2014 bei Drava). 2015 Respektverweigerung. Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht (Essayband). 2016 Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen. 2018 Teheran Wunderland (Roman). 2019 Warum wir Linke über den Islam nicht reden können (Essayband). 2020 Worüber man als Jude nicht schreiben sollte (Essayband). Im Frühjahr 2021 erscheint der Roman Zizek in Teheran.

Sama Maani
Fr12. 
Mär
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  • Fr 12. Mär

In deutscher Sprache

Die jüngere Geschichte des Iran ist die Geschichte wiederholter revolutionärer Anstrengungen. Von 1905 bis 1911 erkämpften Iraner*innen während der blutigen konstitutionellen Revolution eine demokratische Verfassung nach belgischem Vorbild. Frauen spielten in dieser vorwiegend säkularen Revolution eine herausragende Rolle. Anfang der 1950er-Jahre folgte ein weiterer revolutionärer Schub: die Bewegung zur Verstaatlichung des Erdöls. Und 1979 die Islamische Revolution.

Was politische Freiheiten betrifft, scheint sich aber die Situation nach den ersten beiden revolutionären Bewegungen – und im Hinblick auf politische und gesellschaftliche Freiheiten nach der 1979er-Revolution – statt verbessert noch verschlimmert zu haben: Die konstitutionelle Revolution mündete in die Diktatur des ersten, die Bewegung zur Verstaatlichung des Erdöls in die des zweiten Pahlevi-Monarchen. Und die Islamische Revolution 1979 in ein klerikales Mörderregime. Die landesweiten Proteste im November 2019 haben wieder gezeigt, dass sich die iranische Gesellschaft mit der Vorstellung, die Islamische Republik sei das letzte Kapitel dieser Entwicklung, nicht abfinden wird.

Sama
Maani,

geboren in Graz, aufgewachsen in Österreich, in Deutschland und im Iran. Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich. Lebt und arbeitet als Schriftsteller und Psychoanalytiker in Wien. Zahlreiche Publikationen in deutschsprachigen und iranischen (Literatur-)Zeitschriften und Anthologien.

2004 Literaturpreis schreiben zwischen den kulturen. 2007 Österreichisches Staatsstipendium für das Romanprojekt Ungläubig (erschienen 2014 bei Drava). 2015 Respektverweigerung. Warum wir fremde Kulturen nicht respektieren sollten. Und die eigene auch nicht (Essayband). 2016 Der Heiligenscheinorgasmus und andere Erzählungen. 2018 Teheran Wunderland (Roman). 2019 Warum wir Linke über den Islam nicht reden können (Essayband). 2020 Worüber man als Jude nicht schreiben sollte (Essayband). Im Frühjahr 2021 erscheint der Roman Zizek in Teheran.

 
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