Komplexe Biografien und fluide Geschichten

Re-Visionen einer kulturell, politisch und ästhetisch verflochtenen Moderne im Tanz
Laborpräsentation
(c) Christina Gillinger-Correa Vivar
Sa27. 
Mär
17 Uhr/
Zoom

In englischer Sprache

Ausgehend von der Biografie und dem Œuvre der französischen Tänzerin und Choreografin Nyota Inyoka (1896–1971) diskutieren wir die auktoriale Positionierung von Women of Colour in der Tanzgeschichtsschreibung. Durch Reenactments auf Basis von Notaten, Skizzen, Fotografien und Texten werden wir uns Inyokas choreografischer Arbeit annähern und sie erforschen. In Resonanz darauf und in Dialog mit theoretischen Positionen stellen wir die Frage, inwiefern „zeitgenössischer Tanz“ bis in die Gegenwart innerhalb der Matrix der kolonialen Moderne zu situieren ist, da er kulturell oder ethnisch als „anders“ markierte Tänzer*innen, Bewegungs- und Kompositionssysteme und ästhetische Prinzipien ausschließt. Dabei wird auch die Dringlichkeit, die Geschichtsschreibung und die Archive zu dekolonisieren, thematisiert werden.

Podiumsdiskussion mit Teilnehmer*innen des Labors Border-Dancing Across Time – Contemporary Reflections on Nyota Inyoka. Das Labor findet von 22. bis 27. März statt.

Credits

Teilnehmer*innen
das Team von Border-Dancing Across Time (Franz Anton Cramer, Sandra Chatterjee, Christina Gillinger-Correa Vivar, Nicole Haitzinger), Linda Samaraweerová, Lina Venegas, Eike Wittrock
Das Labor ist eine Kooperation mit dem Centre National de la Danse in Paris (Aide à la recherche et au patrimoine en danse 2020) und dem FWF-Projekt Border-Dancing Across Time (P 31958) an der Abteilung für Musik- und Tanzwissenschaft der Paris-Lodron-Universität Salzburg.
 
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