Manila Zoo

Eisa Jocson
Performance
© Taipei Arts Festival / Tsai Yao-Cheng 
Eisa
Jocson

ist zeitgenössische Choreografin und Tänzerin von den Philippinen. Sie beschäftigt sich in ihren Stücken mit den Verschränkungen von Geschlecht, affektiver Arbeit, Migration und Körperlichkeit. Dabei hat sie sich mit Poledance, Macho Dancing – eine Tanzform, die in den Schwulenbars Manilas gängig ist – oder auch Hostessenarbeit auseinandergesetzt. Sie kommt aus der bildenden Kunst, hat aber auch einen Balletthintergrund und gewann 2010 in Manila den Titel „Pole Art Champion“. 

Eisa Jocson war mit ihren Arbeiten regelmäßig an renommierten Theatern und auf internationalen Festivals in Asien und Europa zu sehen. 2008 war sie mit Princess, dem ersten Teil der HAPPYLAND-Serie, einer Trilogie, in der sie das Verhältnis zwischen Arbeit und der Performance des Glücks in der globalisierten Unterhaltungsindustrie erforscht, im TQW zu sehen. 2018 erhielt Jocson den 13. Artists Award des Kulturzentrums der Philippinen und 2019 gewann sie den renommierten Hugo Boss Asia Art Award. 

eisajocson.wordpress.com 

Eisa Jocson
Fr23./
Sa24. 
Apr
19.30 Uhr/
TQW Halle G
€ 20/15/10

Mit Manila Zoo, dem dritten Teil der HAPPYLAND-Serie, setzt Eisa Jocson die Erkundung von Walt Disneys Imperium des Glücks fort. Wie schon in Princess, 2018 im TQW zu Gast, ist der Ausgangspunkt dieser Performance, die Rolle philippinischer Entertainer*innen in Disneyland Hongkong. Diese werden überproportional häufig für die Darstellung von Tieren und Objekten eingesetzt und halten die gut geschmierte Unterhaltungsmaschinerie für die ganze Familie am Laufen. Hochqualifizierte, energiegeladene Glücksmaschinen von Weltklasse. Tiere werden anthropomorphisiert, geformt nach US-amerikanischen Werten und Lebensweisen. Löwen sind Könige; Affen, Grillen und Fische sind Handlanger für Menschen. Gemeinsam mit der deutschen Komponistin für elektronische Musik Charlotte Simon und vier philippinischen Performer*innen erforscht Jocson die Schnittstellen von Mensch und Tier, von Spektakel, Arbeit und Isolation. Sie suchen nach Momenten, in denen sich das Private und das Öffentliche, das Reale und das Virtuelle, Glück und Horror durchdringen. Eisa Jocson konfrontiert mit dieser Arbeit die Psychose, die Mensch und Tier in Isolation teilen. Wer kann sich frei bewegen, sogar Grenzen überqueren? Wer ist gezwungen an einem Ort, in einem begrenzten Raum zu bleiben? Die Covid-19-Pandemie macht Fragen wie diese relevanter.

Credits

Künstlerische Leitung, Choreografie, Performance
Eisa Jocson
Musikalische Leitung
Charlotte Simon
In Zusammenarbeit mit
Bunny Cadag, Cathrine Go, Russ Ligtas, Joshua Serafin
Dramaturgie
Anna Wagner
Creative Presence
Arco Renz
Produktionsleitung, Koordination, Distribution
Anne Kleiner
Technische Leitung
Yap Seok Hui / ARTFACTO
Eine Produktion von Eisa Jocson und Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main (Deutschland) im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. In Koproduktion mit BIT Teatergarasjen (Norwegen), Esplanade – Theatres on the Bay (Singapur), Kaserne Basel (Schweiz), RISING Melbourne (Australien), Tanzquartier Wien, Taipei Performing Arts Center (Taiwan) und TPAM – Performing Arts Meeting in Yokohama (Japan). Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Internationalen Koproduktionsfonds des Goethe Instituts.
Die Tanzplattform Rhein-Main ist ein Projekt von Künstlerhaus Mousonturm und Hessischem Staatsballett. Sie wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain und ist gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stiftungsallianz [Aventis Foundation, BHF-Bank-Stiftung, Crespo Foundation, Dr. Marschner-Stiftung, Stiftung Polytechnische Gesellschaft.
Eisa
Jocson

ist zeitgenössische Choreografin und Tänzerin von den Philippinen. Sie beschäftigt sich in ihren Stücken mit den Verschränkungen von Geschlecht, affektiver Arbeit, Migration und Körperlichkeit. Dabei hat sie sich mit Poledance, Macho Dancing – eine Tanzform, die in den Schwulenbars Manilas gängig ist – oder auch Hostessenarbeit auseinandergesetzt. Sie kommt aus der bildenden Kunst, hat aber auch einen Balletthintergrund und gewann 2010 in Manila den Titel „Pole Art Champion“. 

Eisa Jocson war mit ihren Arbeiten regelmäßig an renommierten Theatern und auf internationalen Festivals in Asien und Europa zu sehen. 2008 war sie mit Princess, dem ersten Teil der HAPPYLAND-Serie, einer Trilogie, in der sie das Verhältnis zwischen Arbeit und der Performance des Glücks in der globalisierten Unterhaltungsindustrie erforscht, im TQW zu sehen. 2018 erhielt Jocson den 13. Artists Award des Kulturzentrums der Philippinen und 2019 gewann sie den renommierten Hugo Boss Asia Art Award. 

eisajocson.wordpress.com 

 
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