Aneignung „linker“ Widerstandspraktiken durch die „neue Rechte“?

Gin Müller (AT) & Andreas Peham (AT)
Gespräch/Workshop
Gin Müller (AT) & Andreas Peham (AT)
Gin
Müller

ist Dramaturg, Theaterwissenschafter, Performer_in, Ar/ctivist. Aktiv bei den Protesten gegen die schwarz-blaue Regierung im Jahr 2000, Mitbegründer der no border no nation VolxTheaterKarawane (2001–2004), aktiv im Refugee Protest Vienna (2012/13) und seit 2014 bei Queer Base, dem LGBTIQ Welcome and Support Project der Rosa Lila Villa. Lektor am Institut für

Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien, und Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste Wien (2018/19). Daneben eigene Theater-/Performancearbeiten in Wien (brut) und Mexiko, u. a. Fantomas Monster (2016/17), Trans Gender Moves (2014/15), Rebelodrom – NoborderZone (2013). Publikation: Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken, republicart 7, Wien 2008.

 
 
Andreas
Peham,

geb. 1967 in Linz, studierte zwischen 1990 und 2000 Politikwissenschaften an der Universität Wien und war in verschiedenen autonom-antifaschistischen Zusammenhängen aktiv. Seit 1996 arbeitet er im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW), Abteilung Rechtsextremismusforschung. Peham ist zudem Gründungsmitglied der

Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist er in der Lehrer_innenfortbildung und im Rahmen der politischen Bildung an Schulen tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen (auch unter seinem Autorennamen Heribert Schiedel) zum Thema (z. B. Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft, Wien 2007; Extreme Rechte in Europa, Wien 2011).

Sa10. 
Mär
17 Uhr/
TQW Studios

Neue rechte Bewegungen wie die Identitären haben viel von linken Aktivist_innen gelernt. Speziell im Gebrauch von Pop-, Netzkultur und performativen aktivistischen Praktiken wird durch Interventionen gezielt Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt, deren Parolen den linken emanzipatorischen Bewegungen allerdings diametral entgegengesetzt sind. Die performative Macht der „Hassrede“ (hate speech) versucht, sich linke Widerstandspraktiken gezielt anzueignen, um diese gegen sie zu wenden. Die rassistische und sexistische Ideologie wird provokant und offen im Medienspiel zur Schau gestellt.

Im Anschluss an das Gespräch findet ein Workshop mit geladenen Gästen statt. Darin werden konkrete aktivistische Beispiele diskutiert und in ihrer Sichtbarkeit analysiert. Es geht nicht darum, neuen rechten Bewegungen mehr Raum zu geben, sondern um strukturelle Vergleiche von performativen Formaten bzw. um die wesentlichen Unterschiede in Inhalt, Organisationsform und Ausrichtung. Der Fokus des Workshops zielt darauf, Gegenstrategien zu den neuen rechten Aktionsformen zu finden.

Gin
Müller

ist Dramaturg, Theaterwissenschafter, Performer_in, Ar/ctivist. Aktiv bei den Protesten gegen die schwarz-blaue Regierung im Jahr 2000, Mitbegründer der no border no nation VolxTheaterKarawane (2001–2004), aktiv im Refugee Protest Vienna (2012/13) und seit 2014 bei Queer Base, dem LGBTIQ Welcome and Support Project der Rosa Lila Villa. Lektor am Institut für

Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien, und Gastprofessor an der Akademie der bildenden Künste Wien (2018/19). Daneben eigene Theater-/Performancearbeiten in Wien (brut) und Mexiko, u. a. Fantomas Monster (2016/17), Trans Gender Moves (2014/15), Rebelodrom – NoborderZone (2013). Publikation: Possen des Performativen. Theater, Aktivismus und queere Politiken, republicart 7, Wien 2008.

 
 
Andreas
Peham,

geb. 1967 in Linz, studierte zwischen 1990 und 2000 Politikwissenschaften an der Universität Wien und war in verschiedenen autonom-antifaschistischen Zusammenhängen aktiv. Seit 1996 arbeitet er im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW), Abteilung Rechtsextremismusforschung. Peham ist zudem Gründungsmitglied der

Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist er in der Lehrer_innenfortbildung und im Rahmen der politischen Bildung an Schulen tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen (auch unter seinem Autorennamen Heribert Schiedel) zum Thema (z. B. Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft, Wien 2007; Extreme Rechte in Europa, Wien 2011).

 
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