TANZ

Eine sylphidische Träumerei in Stunts
Florentina Holzinger
Tanz & Performance
© Eva Würdinger 
Florentina
Holzinger

hat Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam studiert. Kein Applaus für Scheiße (2011), die erste gemeinsame Arbeit von Florentina Holzinger und Vincent Riebeek, brachte den beiden auf Anhieb den Ruf als „provokanteste Nachwuchschoreograf*innen“ ein.

Neben weiteren Kooperationen mit Riebeek (Spirit, Wellness und zuletzt Schönheitsabend) zeigte Holzinger 2015 auch das Solo Recovery, in dem sie das Trauma eines schweren Unfalls, den sie bei einer Performance erlitten hatte, verarbeitete. Darauf folgte die Arbeit Apollon, für die Holzinger George Balanchines neoklassisches Ballett Apollon musagète in eine Zirkus-Freakshow verwandelte, in der Musen bizarre Tricks aufführen, anstatt um den Gott zu tänzeln. Florentina Holzinger wird u.a. ab 2021/22 an der von René Pollesch geleiteten Volksbühne in Berlin arbeiten.

Florentina Holzinger
Do16.
Sa18. 
Apr
19.30 Uhr/
TQW Halle G
 
     
  • Do 16. Apr
  • Fr 17. Apr
  • Sa 18. Apr
€ 20/15/10 Wahlabo

2 Std 15 Min, keine Pause

Ab 18 Jahren

In einigen Szenen kommen selbstverletzende Handlungen zur Darstellung, die auf manche Zuschauer*innen eine verstörende Wirkung haben könnten.

„Feminism, of course, has always been an exercise in science-fiction.“ — Laurie Penny

„Nach diesem Abend kann man nie mehr unschuldig in die Oper gehen.“ — profil

„… ihr bisheriges Masterpiece“ — Der Standard

Nach fünf ausverkauften Vorstellungen im Oktober kehrt das Kultstück an seinen Entstehungsort zurück. TANZ ist der Abschluss von Florentina Holzingers Trilogie über den Körper als Spektakel und dessen Disziplinierung. In einer Ballettklasse unter der Leitung von Beatrice Cordua, der ersten Ballerina, die Le sacre du printemps nackt tanzte (in John Neumeiers Bearbeitung Le Sacre, 1972) durchlaufen die Performer*innen eine strenge Ausbildung in „Aktionsballett“, die sogenannten „Sylphic Studies“. In gemeinsamen Ritualen lernen sie, Körper und Geist zu beherrschen und eignen sich übernatürliche Kräfte wie das Fliegen an. Eine Suche nach Perfektion in einer vergänglichen Welt, bei der das Derbe in das Erhabene verwandelt wird. In einem opernhaften Setting zwischen Märchenwald und Hexensabbat entstehen brutale Parodien auf sensationslüsterne Bilder, wie man sie aus Ballett, Komödien und Pornografie kennt. Mit einem Cast bestehend aus Frauen im Alter von zwanzig bis achtzig Jahren, die alle einen unterschiedlichen Background im Tanz haben, wirft das Stück die Frage nach dem Erbe des Tanzes auf. Wie versöhnt man sich mit dem Schönheitskult dieser Tradition?

Credits

Konzept, Performance, Choreografie
Florentina Holzinger
Performance von und mit
Renée Copraij, Beatrice Cordua, Evelyn Frantti, Lucifire, Annina Machaz, Netti Nüganen, Suzn Pasyon, Laura Stokes, Veronica Thompson, Lydia Darling
Videodesign, Livekamera
Josefin Arnell
Sounddesign, Livesound
Stefan Schneider
Lichtdesign, technische Leitung
Anne Meeussen
Bühnendesign
Nikola Knezevic
Bühnenassistenz
Camilla Smolders
Technische Assistenz
Koen Vanneste
Dramaturgie
Renée Copraij, Sara Ostertag
Coaching
Ghani Minne, Dave Tusk
Musikcoach
Almut Lustig
Outside-Eye
Michele Rizzo, Fernando Belfiore
Theorie, Recherche
Anna Leon
Beratung Kostüm, Schneider
Mael Blau
Prothetik, Maske
Studierende des Studiengangs Maskenbild an der Theaterakademie August Everding (München), Marianne Meinl
Unterstützung Stunts
Haeger Stunt & Wireworks
Stuntinstruktor*innen
Stunt Cloud GmbH (Leo Plank, Phong Giang, Sandra Barger)
Management
Something Great (Berlin) & DANSCO (Amsterdam)
Internationale Distribution
Something Great (Berlin)
Produktionsleitung
Laura Andreß
Finanzverwaltung
Julia Haas/SMART (Wien)
Eine Koproduktion von
Spirit und Tanzquartier Wien, Spring Festival (Utrecht), Theater Rotterdam, Künstlerhaus Mousonturm (Frankfurt), Arsenic (Lausanne), Münchner Kammerspiele, Take Me Somewhere Festival (Glasgow), Beursschouwburg (Brüssel), deSingel (Antwerpen), Sophiensaele (Berlin), Frascati Productions (Amsterdam) und Theater im Pumpenhaus (Münster), asphalt Festival (Düsseldorf).
Unterstützt von
O Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo), Fondation LUMA (Arles) und De Châtel Award (NL).
Dank an
CAMPO Gent, ImPulsTanz, Eva Beresin, Stefanie Leitner, Tanz-Archiv MUK Wien, Stimuleringsfonds Creative Industries, Mochi Catering (Wien), Andres Stirn
Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur (BKA) und von Performing Arts Fund NL.
Florentina
Holzinger

hat Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam studiert. Kein Applaus für Scheiße (2011), die erste gemeinsame Arbeit von Florentina Holzinger und Vincent Riebeek, brachte den beiden auf Anhieb den Ruf als „provokanteste Nachwuchschoreograf*innen“ ein.

Neben weiteren Kooperationen mit Riebeek (Spirit, Wellness und zuletzt Schönheitsabend) zeigte Holzinger 2015 auch das Solo Recovery, in dem sie das Trauma eines schweren Unfalls, den sie bei einer Performance erlitten hatte, verarbeitete. Darauf folgte die Arbeit Apollon, für die Holzinger George Balanchines neoklassisches Ballett Apollon musagète in eine Zirkus-Freakshow verwandelte, in der Musen bizarre Tricks aufführen, anstatt um den Gott zu tänzeln. Florentina Holzinger wird u.a. ab 2021/22 an der von René Pollesch geleiteten Volksbühne in Berlin arbeiten.

 
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