Theorie 
Nanako Nakajima

The Dramaturgy of Aging in Postmodern Dance

Nanako Nakajima

ist Wissenschaftlerin und Tanzdramaturgin in Kyoto, Japan, eine Meisterin des traditionellen japanischen Tanzes und Valeska-Gert-Gastprofessorin 2019/20 an der Freien Universität Berlin. Zu ihren jüngsten Dramaturgien gehören Dance Archive Box Berlin (Akademie der Künste Berlin, 2020) und Wang Mengfans Arbeit mit pensionierten Balletttänzer*innen in China (2019). 2017 erhielt Nanako Nakajima eine besondere Erwähnung beim Elliott Hayes Award for Outstanding Achievement in Dramaturgy von den Literary Managers and Dramaturgs of the Americas. Im Jahr 2020 eröffnete sie das Labor Dance Dramaturgy of Aging am Kyoto Art Theater Shunjuza. Veröffentlichungen: Tanzdramaturgie, The Aging Body in Dance.

dancedramaturgy.org

The Dramaturgy of Aging in Postmodern Dance

In diesem Vortrag untersucht Nanako Nakajima, wie japanische und US-amerikanische Tanzdramaturgien des Alterns miteinander verwoben werden können, und zwar anhand einer performativen Ausstellung, die sie 2017 zu Ehren der Choreografin und Tänzerin Yvonne Rainer im Kyoto Art Theater Shunjuza organisiert hat. In einem Prozess der Zusammenarbeit von US-amerikanischen postmodernen Künstler*innen und lokalen japanischen Performer*innen entsandte Rainer eine Tänzerin, um japanischen Tänzer*innen das frühe Repertoirewerk Trio A zu vermitteln, die das Werk dann vor einem lokalen Publikum aufführten. Das Projekt umfasste auch eine Vorführung der retrospektiven Stückfassung Trio A: Geriatric Version von David Michalek, in dem die 82-jährige Rainer selbst ihre Choreografie performte und dabei zuweilen ins Wanken geriet. Indem Nakajima die Unterschiede, die in diesem räumlichen Setting sichtbar wurden, kritisch hinterfragt, diskutiert sie, wie alternde Körper im Tanz in den kognitiven und ästhetischen Rahmen des postmodernen Tanzes rutschen. Unter Berücksichtigung globaler und lokaler Einflüsse auf diesen Prozess untersucht sie, wie die Dramaturgie des Alterns im US-amerikanischen postmodernen Tanz durch die Dramaturgie des Alterns im traditionellen japanischen Theater gestärkt wird. Trio A ist der Inbegriff des postmodernen Tanzes, und als ein 82-jähriger Nō-Darsteller einsprang, um es aufzuführen, wurde dieses historische Repertoire zu einer Feier alternder Tänzer*innen. Obwohl nicht ausreichend geprobt wurde, war es nach Ansicht von Rainer und ihrer Tänzerin eine der besten Aufführungen von Trio A, die sie je gesehen hatten, was vielleicht an der anpassungsfähigen Dramaturgie des Alterns lag.

Nanako Nakajima

ist Wissenschaftlerin und Tanzdramaturgin in Kyoto, Japan, eine Meisterin des traditionellen japanischen Tanzes und Valeska-Gert-Gastprofessorin 2019/20 an der Freien Universität Berlin. Zu ihren jüngsten Dramaturgien gehören Dance Archive Box Berlin (Akademie der Künste Berlin, 2020) und Wang Mengfans Arbeit mit pensionierten Balletttänzer*innen in China (2019). 2017 erhielt Nanako Nakajima eine besondere Erwähnung beim Elliott Hayes Award for Outstanding Achievement in Dramaturgy von den Literary Managers and Dramaturgs of the Americas. Im Jahr 2020 eröffnete sie das Labor Dance Dramaturgy of Aging am Kyoto Art Theater Shunjuza. Veröffentlichungen: Tanzdramaturgie, The Aging Body in Dance.

dancedramaturgy.org

19.02.
Sa
15 Uhr
19.02.
Sa
15 Uhr
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