Collective Exhibition for a Single Body

The Private Score – Vienna 2019
Ausstellung/Performance
© Oliver Ottenschläger 
Pierre
Bal-Blanc

lebt in Paris und Athen. 2017 war er Kurator für die documenta 14 in Kassel und Athen. 2005 präsentierte er in Paris La Monnaie vivante (Living Currency) das danach in der Tate Modern und bei der 6. Berlin Biennale zu sehen war. Von 2003 bis 2014 war er Direktor von CAC Brétigny. Seine letzte Ausstellung war 2017 The Canaletto View für die Erste Group Bank AG in Wien. Publikationen: Project Phalanstère (Sternberg Press, 2017), Soleil politique (Museion / Paraguay Press, 2016), Draft Score for an Exhibition (NERO Verlag, 2014), Reversibility (Mousse Publishing, 2012), Ver Sacrum / The Death of the Audience (Secession/Niggli, 2010).

Manuel
Pelmuş

ist Choreograf und Künstler und lebt in Oslo und Bukarest. Vor Kurzem zeigte er eine Einzelausstellung bei Para Site, Hongkong (2018). Seine Projekte wurden u. a. in der Tate Modern, London, bei der Biennale von Venedig (rumänischer Pavillon), im Museum Ludwig, Köln, bei der Off-Biennale, Budapest, im Centre National de la Danse, Paris, bei der Kyiv Biennale, Kiew, im Centre Pompidou, Paris, im Van Abbemuseum, Eindhoven, im Museum of Modern Art, Warschau, bei Tanz im August, Berlin, und im Museum der Moderne Salzburg gezeigt. 2012 wurde er mit dem Berliner Kunstpreis für darstellende Kunst, 2014 mit dem Preis für herausragende Leistungen des National Dance Center Bucharest ausgezeichnet.

Mi19.
Fr28. 
Jun
10–17 Uhr täglich/
Haus Wittgenstein

Ausstellungshandbuch herunterladen

Eröffnung
Haus Wittgenstein, Parkgasse 18, 1030 Wien
Di, 18. Juni, 19 Uhr

Kuratorenführung mit Pierre Bal-Blanc
Fr, 28. Juni, 15 Uhr

Führungen
15.30 Uhr täglich; keine Anmeldung erforderlich

Performances
Lidl, Wiedner Hauptstraße 15,
1040 Wien

ab Mi, 19. Juni
Mo–Fr 14–18.30 Uhr
Sa 13.30–18 Uhr
Sonntag und Feiertag geschlossen

Collective Exhibition for a Single Body – The Private Score – Vienna 2019 ist eine performative Ausstellung. Die im Haus Wittgenstein gezeigten Arbeiten von Künstler*innen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa werden von Performer*innen in einem Supermarkt (re-)aktiviert. Das Projekt beruht auf einer Partitur, die von Pierre Bal-Blanc entwickelt und zum ersten Mal 2017 auf der documenta 14 in Athen und Kassel gezeigt wurde. The Private Score ist die zweite Version dieser Partitur, die auf Initiative der Kontakt Sammlung in Wien realisiert und mit Werken aus den Sammlungen der TBA21 und der Generali Foundation erweitert wird.

In der Wiener Version bezieht sich der Kurator auf künstlerische Gesten, die im osteuropäischen Sozialismus der 1960er- und 1970er-Jahre entstanden sind. Vertreten sind zudem Werke von Kunstschaffenden der 1989er-Generation, die das emanzipatorische Potenzial der Neoavantgarde reaktivierten. Die in den Kunstwerken eingeschriebenen Gesten werden vom rumänischen Choreografen und Künstler Manuel Pelmuş in eine Partitur übersetzt und von Performer*innen aufgeführt, die scheinbar ungeplant in Alltagssituationen auftauchen. Diese Aktivierung der Kunstwerke durch Performer*innen findet in der Lidl-Filiale in der Wiedner Hauptstraße während des normalen Betriebs statt und verweist auf die einstige Funktion dieser Räumlichkeiten – auf den Ausstellungsraum der Generali Foundation. Die Aktivierung von Kunstwerken durch Performances führt zurück zu den Bestrebungen von Künstler*innen in Ost- und Südosteuropa der 1960er- und 1970er-Jahre, sich einem politisch dominanten Narrativ zu entziehen und künstlerische Gegenstrategien zu entwickeln.

Im Haus Wittgenstein, einer österreichischen Architekturikone der Moderne, die seit 1975 als bulgarisches Kulturinstitut fungiert, sind jene Werke aus den Wiener Sammlungen zu sehen, die den Ausgangspunkt der performativen Gesten bilden. Die subtilen Gesten der Tänzer*innen in der Lidl-Filiale nehmen Bezug auf die im Haus Wittgenstein ausgestellten Arbeiten.

Die Gesprächsreihe Parallax Views im Tanzquartier Wien kontextualisert das Projekt und befasst sich mit Fragen des Öffentlichen und Privaten, sowohl in Hinblick auf die Rolle privater Sammlungen und Stiftungen im globalen Kunstbetrieb als auch hinsichtlich der Transformation und Privatisierung des öffentlichen Raums seit 1989.

Credits

Kurator
Pierre Bal-Blanc
Choreograf
Manuel Pelmuş
Performer*innen
Jack Hauser, Hayder Wahab, Elizabeth Ward
Mit Arbeiten und Performances von
Milan Adamčiak, Geta Brătescu, André Cadere, Cornelius Cardew, Jani Christou, Josef Dabernig, Anna Daučíková, VALIE EXPORT, Stano Filko, Marcus Geiger, Tomislav Gotovac, Ion Grigorescu, Sanja Iveković, Anna Jermolaewa, Jakob Lena Knebl, Július Koller, Jiří Kovanda, Katalin Ladik, Simon Leung, Adolf Loos, Sarah Lucas, Marcello Maloberti, Vlado Martek, Dóra Maurer, Karel Miler, Ivan Moudov, Paul Neagu, Neša Paripović, Manuel Pelmuş, Nedko Solakov, Petr Štembera, Mladen Stilinović, Sven Stilinović, Ceija Stojka, Raša Todosijević, Slaven Tolj, Goran Trbuljak, Ludwig Wittgenstein, Artur Żmijewski
Beauftragt von der Kontakt Sammlung und koproduziert von Tanzquartier Wien.
Pierre
Bal-Blanc

lebt in Paris und Athen. 2017 war er Kurator für die documenta 14 in Kassel und Athen. 2005 präsentierte er in Paris La Monnaie vivante (Living Currency) das danach in der Tate Modern und bei der 6. Berlin Biennale zu sehen war. Von 2003 bis 2014 war er Direktor von CAC Brétigny. Seine letzte Ausstellung war 2017 The Canaletto View für die Erste Group Bank AG in Wien. Publikationen: Project Phalanstère (Sternberg Press, 2017), Soleil politique (Museion / Paraguay Press, 2016), Draft Score for an Exhibition (NERO Verlag, 2014), Reversibility (Mousse Publishing, 2012), Ver Sacrum / The Death of the Audience (Secession/Niggli, 2010).

Manuel
Pelmuş

ist Choreograf und Künstler und lebt in Oslo und Bukarest. Vor Kurzem zeigte er eine Einzelausstellung bei Para Site, Hongkong (2018). Seine Projekte wurden u. a. in der Tate Modern, London, bei der Biennale von Venedig (rumänischer Pavillon), im Museum Ludwig, Köln, bei der Off-Biennale, Budapest, im Centre National de la Danse, Paris, bei der Kyiv Biennale, Kiew, im Centre Pompidou, Paris, im Van Abbemuseum, Eindhoven, im Museum of Modern Art, Warschau, bei Tanz im August, Berlin, und im Museum der Moderne Salzburg gezeigt. 2012 wurde er mit dem Berliner Kunstpreis für darstellende Kunst, 2014 mit dem Preis für herausragende Leistungen des National Dance Center Bucharest ausgezeichnet.

 
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