Rakete

Choreografie & Performance einer neuen Generation
Festival
BamBam Frost: YES © Märta Thisner 
Choreografie & Performance einer neuen Generation
Sa08.
So30. 
Mai
TQW Studios
 
     
  • Sa 08. MaiSo 30. Mai

Was tun in Zeiten der Pandemie mit einem Festival für junge Performanceschaffende? Voriges Jahr mussten wir Rakete schweren Herzens absagen, heuer wird es auf jeden Fall – so oder so – stattfinden. Entweder live mit mehr Spielterminen und einer längeren Dauer – oder mit Online-Formaten, die die Künstler*innen für Rakete entwickeln werden.

Dringend ist nicht nur, intensiv vorbereitete Stücke endlich mit dem Publikum zu teilen und erfahrbar zu machen, sondern auch, sich hineinzubegeben in Auseinandersetzungen, die so nur in Tanz und Performance möglich sind: Erbe und Erinnerung sind auf sehr persönliche Weise Angelpunkte in Camilla Schielins erstem Stück ebenso wie in Eva-Maria Schallers Solo, das ein choreografisches und damit verknüpftes ideologisches Erbe zum Thema hat. Beide Arbeiten wären bereits im Vorjahr angesetzt gewesen, ebenso wie Julia Zastavas performative Installation, die eine audiovisuelle Reise in eine andere Dimension verspricht. Eine weitere Position aus Wien ist Samuel Feldhandler, der seine nuancierte Integration musikalischer Formen in Tanz und Choreografie gemeinsam mit der Tänzerin Lena Schattenberg fortführt. Erstmals in Österreich zu Gast sind die internationalen Künstler*innen des Festivals: Die schwedische Choreografin BamBam Frost zeigt Vergnügen als Form des Heilens und Träumens, Eliza Trefas und Katarzyna Paluch zelebrieren die Bühne als Ort der Widersprüchlichkeit und der Lust am Unsinn, und Kidows Kim teilt seine Begeisterung für das Monströse.

Und eine Gruppe junger Tänzer*innen rund um Dorian Kaufeisen zeigt uns eine im Prozess befindliche Ermutigung: Kompliz*innen zu sein, Banden zu bilden und an die kollektiven Möglichkeiten sich versammelnder Körper zu glauben. In diesem Sinne: Es ist höchste Zeit, die nächste Rakete zu zünden.

Mit: Samuel Feldhandler, BamBam Frost, Dorian Kaufeisen in Kompliz*innenschaft mit Alina Bertha, Amina Claudine, Jolyane Langlois und Julia Müllner, Kidows Kim, Eva-Maria Schaller, Camilla Schielin, Eliza Trefas & Katarzyna Paluch, Julia Zastava

 
Sa08. 
Mai
16 + 20 Uhr/
TQW Studios

Kidows Kim

FUNKENSTEIN

Tanz & Performance

„I gnaw on my cursed wings and crash down on an untouched land, where I take up the life of a hidden monster. Because you bent my eyes with your pliers, my gaze is inflected and emanating a blurred identity.“ – Kidows Kim

FUNKENSTEIN ist eine Montage aus Körper, Stimme und Alltagsgegenständen. Es ist ein inakkurates, monströses Solo, das eine Ansammlung performativer Elemente heraufbeschwört. Eine Reihe von Praktiken und Spekulationen enthüllt das hypothetische Potenzial menschlicher Körperlichkeit jenseits der Normativität. FUNKENSTEIN entblößt die vorherrschenden Ideen im Unbewussten der Gesellschaft. Die Performance sucht nach der Zweideutigkeit im Prosaischen durch das wiederkehrende Thema des Monsters. Diese fantastischen Kreaturen, die die Marginalisierten der Gesellschaft, das unterdrückte Unbewusste repräsentieren. FUNKENSTEIN verbreitet eine verwirrte Wahrnehmung und streut eine affektive Ambivalenz.

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17 + 21 Uhr/
TQW Studios

Julia Zastava

Sunset Z

Tanz & Performance

In Sunset Z erforscht Julia Zastava Mutationsprozesse, fragmentierte Realität und den komplexen Polymorphismus der menschlichen Existenz. Die audiovisuelle, performative Installation basiert auf Wiederholungen und Shapeshifting-Momenten. Sie ist wie ein Puzzle organisiert und spricht die Sprache von Motorradmotoren, flatternden Flügeln, knusprig gebackenen Herzen und zersplitterten Wasserfällen. Verstreute Objektrepliken verschiedener unheimlicher Ereignisse, die sich über die Zeit erstrecken, erzeugen Ähnlichkeiten mit Artefakten aus anderen Dimensionen. Julia Zastava verschmilzt mit der Szenografie und wird zur aktiven Spielerin. Begleitet von einem Geräusch, das einen heimsucht wie das Wetter oder eine Sonnenfinsternis, aktiviert Zastava die Elemente in einem Loop gespenstischer Gesten.

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So09. 
Mai
16 + 20 Uhr/
TQW Studios

Kidows Kim

FUNKENSTEIN

Tanz & Performance

„I gnaw on my cursed wings and crash down on an untouched land, where I take up the life of a hidden monster. Because you bent my eyes with your pliers, my gaze is inflected and emanating a blurred identity.“ – Kidows Kim

FUNKENSTEIN ist eine Montage aus Körper, Stimme und Alltagsgegenständen. Es ist ein inakkurates, monströses Solo, das eine Ansammlung performativer Elemente heraufbeschwört. Eine Reihe von Praktiken und Spekulationen enthüllt das hypothetische Potenzial menschlicher Körperlichkeit jenseits der Normativität. FUNKENSTEIN entblößt die vorherrschenden Ideen im Unbewussten der Gesellschaft. Die Performance sucht nach der Zweideutigkeit im Prosaischen durch das wiederkehrende Thema des Monsters. Diese fantastischen Kreaturen, die die Marginalisierten der Gesellschaft, das unterdrückte Unbewusste repräsentieren. FUNKENSTEIN verbreitet eine verwirrte Wahrnehmung und streut eine affektive Ambivalenz.

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17 + 21 Uhr/
TQW Studios

Julia Zastava

Sunset Z

Tanz & Performance

In Sunset Z erforscht Julia Zastava Mutationsprozesse, fragmentierte Realität und den komplexen Polymorphismus der menschlichen Existenz. Die audiovisuelle, performative Installation basiert auf Wiederholungen und Shapeshifting-Momenten. Sie ist wie ein Puzzle organisiert und spricht die Sprache von Motorradmotoren, flatternden Flügeln, knusprig gebackenen Herzen und zersplitterten Wasserfällen. Verstreute Objektrepliken verschiedener unheimlicher Ereignisse, die sich über die Zeit erstrecken, erzeugen Ähnlichkeiten mit Artefakten aus anderen Dimensionen. Julia Zastava verschmilzt mit der Szenografie und wird zur aktiven Spielerin. Begleitet von einem Geräusch, das einen heimsucht wie das Wetter oder eine Sonnenfinsternis, aktiviert Zastava die Elemente in einem Loop gespenstischer Gesten.

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Sa15. 
Mai
16 + 21 Uhr/
TQW Studios

Samuel Feldhandler

Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5)

Tanz & Performance

Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5) ist ein Duett von Samuel Feldhandler mit der Tänzerin Lena Schattenberg. Mit diesem Tanzstück feiern die beiden ihre langjährige künstlerische Freundschaft (acht Projekte in sieben Jahren). Zugleich ist es ein Versuch, auf behutsame Weise sichtbar zu machen, wie die gemeinsame tänzerische Praxis ein eigenes choreografisches Vokabular hervorbringt. Das Stück besteht aus vier Teilen: in gemessenem Schritt, mit Lebhaftigkeit; rasch und leicht, nicht zu ernst; sehr langsam; kraftvoll und mit Schwung.

Mit Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5) setzt Samuel Feldhandler seine kontinuierliche Forschung darüber, wie musikalisches Kompositionswissen die Praxis des Tanzes und der Choreografie beeinflussen kann, fort – eine Hommage auf die Besonderheiten und Erscheinungsformen der Kunstform Tanz.

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17 + 20 Uhr/
TQW Studios

Eva-Maria Schaller

Recalling Her Dance

Tanz & Performance

Die Tänzerin Hanna Berger (1910–1962) zählte in der Zeit, als Wien ein Zentrum der Moderne war, zu den markantesten Vertreterinnen des modernen Tanzes. Während der NS-Diktatur war Berger im Widerstand aktiv und wurde in Berlin als Kommunistin verhaftet. 1945 kehrte sie nach Wien zurück, wo sie sich bis zu ihrem frühen Tod der Weiterentwicklung des Tanzes in unterschiedlichsten Bereichen widmete.

Eva-Maria Schaller setzt sich in Recalling Her Dance tänzerisch mit Biografie und Werk der vielfältigen, auch politisch radikalen Tanzkünstlerin auseinander. Tagebucheinträge, Notizen zu ihren Choreografien, historisches Text- und Bildmaterial fließen in die Arbeit ein. Neben materiellem Archiv und Überlieferung ist das Tanzen als Ort und Träger von Informationen zentral. Am Anfang dieser Arbeit steht ein besonderer Moment: „Die Unbekannte aus der Seine“, ein Solo Hanna Bergers, das diese selbst an ihre Schülerin Ottilie Mitterhuber übertrug, die es an Esther Koller weitergab, von der wiederum Eva-Maria Schaller 2018 die Choreografie übertragen bekam. Wo in der österreichischen Tanzgeschichte weitgehend die Lücke der Überlieferung klafft, sorgten in diesem Fall vier Tänzerinnen dafür, eine Choreografie des Widerstands zu erhalten.

Recalling Her Dance ist ein Stück über die Vermittlung von Körperwissen, ein Weitertanzen und Weiterdenken von Idealen und Lebensrealitäten und zugleich ein Versuch der eigenen Verortung als Tänzerin im Hier und Jetzt.

 

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So16. 
Mai
16 + 21 Uhr/
TQW Studios

Samuel Feldhandler

Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5)

Tanz & Performance

Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5) ist ein Duett von Samuel Feldhandler mit der Tänzerin Lena Schattenberg. Mit diesem Tanzstück feiern die beiden ihre langjährige künstlerische Freundschaft (acht Projekte in sieben Jahren). Zugleich ist es ein Versuch, auf behutsame Weise sichtbar zu machen, wie die gemeinsame tänzerische Praxis ein eigenes choreografisches Vokabular hervorbringt. Das Stück besteht aus vier Teilen: in gemessenem Schritt, mit Lebhaftigkeit; rasch und leicht, nicht zu ernst; sehr langsam; kraftvoll und mit Schwung.

Mit Immerhin ist mein Himmel hin (Sonata #5) setzt Samuel Feldhandler seine kontinuierliche Forschung darüber, wie musikalisches Kompositionswissen die Praxis des Tanzes und der Choreografie beeinflussen kann, fort – eine Hommage auf die Besonderheiten und Erscheinungsformen der Kunstform Tanz.

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17 + 20 Uhr/
TQW Studios

Eva-Maria Schaller

Recalling Her Dance

Tanz & Performance

Die Tänzerin Hanna Berger (1910–1962) zählte in der Zeit, als Wien ein Zentrum der Moderne war, zu den markantesten Vertreterinnen des modernen Tanzes. Während der NS-Diktatur war Berger im Widerstand aktiv und wurde in Berlin als Kommunistin verhaftet. 1945 kehrte sie nach Wien zurück, wo sie sich bis zu ihrem frühen Tod der Weiterentwicklung des Tanzes in unterschiedlichsten Bereichen widmete.

Eva-Maria Schaller setzt sich in Recalling Her Dance tänzerisch mit Biografie und Werk der vielfältigen, auch politisch radikalen Tanzkünstlerin auseinander. Tagebucheinträge, Notizen zu ihren Choreografien, historisches Text- und Bildmaterial fließen in die Arbeit ein. Neben materiellem Archiv und Überlieferung ist das Tanzen als Ort und Träger von Informationen zentral. Am Anfang dieser Arbeit steht ein besonderer Moment: „Die Unbekannte aus der Seine“, ein Solo Hanna Bergers, das diese selbst an ihre Schülerin Ottilie Mitterhuber übertrug, die es an Esther Koller weitergab, von der wiederum Eva-Maria Schaller 2018 die Choreografie übertragen bekam. Wo in der österreichischen Tanzgeschichte weitgehend die Lücke der Überlieferung klafft, sorgten in diesem Fall vier Tänzerinnen dafür, eine Choreografie des Widerstands zu erhalten.

Recalling Her Dance ist ein Stück über die Vermittlung von Körperwissen, ein Weitertanzen und Weiterdenken von Idealen und Lebensrealitäten und zugleich ein Versuch der eigenen Verortung als Tänzerin im Hier und Jetzt.

 

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Sa22. 
Mai
16 + 20 Uhr/
TQW Studios

Eliza Trefas & Katarzyna Paluch

Study on Fool’s Paradise

Tanz & Performance

Study on Fool’s Paradise ist ein Vehikel, um uns von Gefühlen wie Unbehagen, Verwirrung, Unbeholfenheit oder Fehlverhalten, die wir tief in unseren Körpern und um uns herum empfinden, zu befreien. Die Aufführung kann als angewandte Studie gesehen werden, in der die beiden Performerinnen ständigen schnellen Verschiebungen der Aufmerksamkeit ausgesetzt sind: Einmal lassen sich Bedeutung und Sinn erkennen, nur um sogleich wieder verloren zu gehen – eine widersprüchliche, instabile Welt tut sich auf. Dieser widersetzen sich Eliza Trefas und Katarzyna Paluch, indem sie übliche Methoden, mit Problemen umzugehen, hinter sich lassen. Ihre Körper drücken Emotionen durch Übertreibung aus, sie machen Blödsinn, sie tun viel mehr oder viel weniger, als nötig wäre. Die unpassenden, manchmal unangenehmen Aktionen der Performerinnen oszillieren zwischen leblos und farbenfroh, gelangweilt und fasziniert, sanft und schroff, hypo und hyper. Die Bühne wird zu einem Spielplatz, zu einem Ort, an dem sich widersprüchliche Gefühle manifestieren können.

 

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17 + 21 Uhr/
TQW Studios

Dorian Kaufeisen in Kompliz*innenschaft mit Alina Bertha, Amina Claudine, Jolyane Langlois und Julia Müllner

urgent, in bodies (acab)

Tanz & Performance

„Obedecemos sin siquiera hacer el esfuerzo de decir que si. (Wir gehorchen, ohne uns überhaupt die Mühe zu machen, dem zuzustimmen.)“besprayte Wand in Santiago de Chile

urgent, in bodies ist eine bewegte Ansage des Handelns, eine Absage an das Aufschieben sowie ein Aufruf, Kollektive als Gegenkräfte zu staatlicher Gewalt und Institutionen zu bilden. Eine getanzte Ermutigung, Kompliz*innenschaft und Bündnisse einzugehen, um autonome Netzwerke inklusive Organismen aufzubauen.

urgent, in bodies erforscht Momente von Körpern, die sich treffen, sich begegnen, sich zusammenfügen und sich zu fluiden Formationen temporärer, kollektiver Aktivität versammeln. Die fünf Tänzer*innen sehen dabei Handlungsfähigkeit als eine teilhabende Eigenschaft sozialer Beziehung und nicht als Eigentum spezifischer oder repräsentativer Individuen. Die Musik aus dem Album Manual For Successful Rioting des französischen DJ-Kollektivs Birdy Nam Nam dient dabei als verbindendes Element und als Nährboden für die physische Behauptung, die subversiven Gesten und die entstehenden temporären Körperallianzen.

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So23. 
Mai
16 + 20 Uhr/
TQW Studios

Eliza Trefas & Katarzyna Paluch

Study on Fool’s Paradise

Tanz & Performance

Study on Fool’s Paradise ist ein Vehikel, um uns von Gefühlen wie Unbehagen, Verwirrung, Unbeholfenheit oder Fehlverhalten, die wir tief in unseren Körpern und um uns herum empfinden, zu befreien. Die Aufführung kann als angewandte Studie gesehen werden, in der die beiden Performerinnen ständigen schnellen Verschiebungen der Aufmerksamkeit ausgesetzt sind: Einmal lassen sich Bedeutung und Sinn erkennen, nur um sogleich wieder verloren zu gehen – eine widersprüchliche, instabile Welt tut sich auf. Dieser widersetzen sich Eliza Trefas und Katarzyna Paluch, indem sie übliche Methoden, mit Problemen umzugehen, hinter sich lassen. Ihre Körper drücken Emotionen durch Übertreibung aus, sie machen Blödsinn, sie tun viel mehr oder viel weniger, als nötig wäre. Die unpassenden, manchmal unangenehmen Aktionen der Performerinnen oszillieren zwischen leblos und farbenfroh, gelangweilt und fasziniert, sanft und schroff, hypo und hyper. Die Bühne wird zu einem Spielplatz, zu einem Ort, an dem sich widersprüchliche Gefühle manifestieren können.

 

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17 + 21 Uhr/
TQW Studios

Dorian Kaufeisen in Kompliz*innenschaft mit Alina Bertha, Amina Claudine, Jolyane Langlois und Julia Müllner

urgent, in bodies (acab)

Tanz & Performance

„Obedecemos sin siquiera hacer el esfuerzo de decir que si. (Wir gehorchen, ohne uns überhaupt die Mühe zu machen, dem zuzustimmen.)“besprayte Wand in Santiago de Chile

urgent, in bodies ist eine bewegte Ansage des Handelns, eine Absage an das Aufschieben sowie ein Aufruf, Kollektive als Gegenkräfte zu staatlicher Gewalt und Institutionen zu bilden. Eine getanzte Ermutigung, Kompliz*innenschaft und Bündnisse einzugehen, um autonome Netzwerke inklusive Organismen aufzubauen.

urgent, in bodies erforscht Momente von Körpern, die sich treffen, sich begegnen, sich zusammenfügen und sich zu fluiden Formationen temporärer, kollektiver Aktivität versammeln. Die fünf Tänzer*innen sehen dabei Handlungsfähigkeit als eine teilhabende Eigenschaft sozialer Beziehung und nicht als Eigentum spezifischer oder repräsentativer Individuen. Die Musik aus dem Album Manual For Successful Rioting des französischen DJ-Kollektivs Birdy Nam Nam dient dabei als verbindendes Element und als Nährboden für die physische Behauptung, die subversiven Gesten und die entstehenden temporären Körperallianzen.

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Sa29. 
Mai
16 + 21 Uhr/
TQW Studios

Camilla Schielin

take me to my house

Tanz & Performance

„I don’t know if I’m creating this or if this is actually what is meant to be. / And you know they, they say that you gotta think what you want into existence.“ – Miley Cyrus in BB Talk

In der Performance take me to my house arbeitet sich Camilla Schielin durch verschiedene Ebenen von Erbe. Materielles wie auch Ungreifbares bilden dabei den Ausgangspunkt, Erbe als breiten, wuchernden Begriff zu verstehen. Das Aufeinandertreffen mit Gelebtem – das sich über Zeit und Gegenwärtiges hinwegsetzen kann, gleichzeitig sich geisterhaft der Autor*innenschaft entzieht – birgt Missverständnisse. Fakten machen Verlust unwiederbringlich, Nichtwissen erlaubt Hoffnung, the future is open at every turn?

Dieses Haus, dieser Körper, erinnernd und inmitten einer Auseinandersetzung über vergangene Handlungen, fragt nach Positionierung, nach Abhängigkeit und Orientierung. Überbleibsel sowie Hinterlassenschaften, Gesten als auch Affekte verlangen nach einer Neugestaltung von weitergegebenen Regeln und fallen gelassenen Verantwortungen.

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20 Uhr/
TQW Studios

BamBam Frost

YES

Tanz & Performance

YES ist eine Kaskade von Vergnügen, Traurigkeit und Träumen. Morphing durch eine Konstante dessen, was war und was ist. YES pocht auf Fiktion, um zu imaginieren, was sein könnte und wie man dorthin kommt. YES arbeitet mit den Heilkräften des Wassers und dem revolutionären Potenzial des Sturms. YES lässt alles zusammenbrechen, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Yes yes yes. Das könnte etwas sein. YES ist weich, YES ist dicht, YES ist Spannung und Entspannung, YES ist viel zu viel und nicht genug.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich die Choreografin und Tänzerin BamBam Frost mit der Frage, wie nachhaltigere Wege der individuellen und gemeinsamen Existenz geschaffen werden können. YES ist inspiriert vom feministisch umdefinierten Begriff der Erotik der Autorin und Aktivistin Audre Lorde, vom „Vergnügungsaktivismus“ von adrienne maree brown und orientiert sich an den Dystopien der afroamerikanischen Science-Fiction-Autorin Octavia E. Butler. Es ist eine Arbeit, die die Emotionen in Bezug auf aktuelle Ereignisse und die Kolonialgeschichte zu verarbeiten versucht. Vergnügen dient in YES als ein Kompass zum Heilen und zum Träumen von Alternativen.

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So30. 
Mai
16 + 21 Uhr/
TQW Studios

Camilla Schielin

take me to my house

Tanz & Performance

„I don’t know if I’m creating this or if this is actually what is meant to be. / And you know they, they say that you gotta think what you want into existence.“ – Miley Cyrus in BB Talk

In der Performance take me to my house arbeitet sich Camilla Schielin durch verschiedene Ebenen von Erbe. Materielles wie auch Ungreifbares bilden dabei den Ausgangspunkt, Erbe als breiten, wuchernden Begriff zu verstehen. Das Aufeinandertreffen mit Gelebtem – das sich über Zeit und Gegenwärtiges hinwegsetzen kann, gleichzeitig sich geisterhaft der Autor*innenschaft entzieht – birgt Missverständnisse. Fakten machen Verlust unwiederbringlich, Nichtwissen erlaubt Hoffnung, the future is open at every turn?

Dieses Haus, dieser Körper, erinnernd und inmitten einer Auseinandersetzung über vergangene Handlungen, fragt nach Positionierung, nach Abhängigkeit und Orientierung. Überbleibsel sowie Hinterlassenschaften, Gesten als auch Affekte verlangen nach einer Neugestaltung von weitergegebenen Regeln und fallen gelassenen Verantwortungen.

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20 Uhr/
TQW Studios

BamBam Frost

YES

Tanz & Performance

YES ist eine Kaskade von Vergnügen, Traurigkeit und Träumen. Morphing durch eine Konstante dessen, was war und was ist. YES pocht auf Fiktion, um zu imaginieren, was sein könnte und wie man dorthin kommt. YES arbeitet mit den Heilkräften des Wassers und dem revolutionären Potenzial des Sturms. YES lässt alles zusammenbrechen, um Platz für etwas Neues zu schaffen. Yes yes yes. Das könnte etwas sein. YES ist weich, YES ist dicht, YES ist Spannung und Entspannung, YES ist viel zu viel und nicht genug.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich die Choreografin und Tänzerin BamBam Frost mit der Frage, wie nachhaltigere Wege der individuellen und gemeinsamen Existenz geschaffen werden können. YES ist inspiriert vom feministisch umdefinierten Begriff der Erotik der Autorin und Aktivistin Audre Lorde, vom „Vergnügungsaktivismus“ von adrienne maree brown und orientiert sich an den Dystopien der afroamerikanischen Science-Fiction-Autorin Octavia E. Butler. Es ist eine Arbeit, die die Emotionen in Bezug auf aktuelle Ereignisse und die Kolonialgeschichte zu verarbeiten versucht. Vergnügen dient in YES als ein Kompass zum Heilen und zum Träumen von Alternativen.

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