Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? / Meet

Christine Gaigg / 2nd nature (AT)
Christine Gaigg / 2nd nature (AT)
Do12./
Fr13. 
Apr
19.30 Uhr/
TQW Halle G

2014 brachte Christine Gaigg Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? heraus – ein Bühnenessay, gegründet auf einem Konzept der Entblößung, choreografiert aus somatischer Tanzpraxis, persönlichen Erinnerungen und Beobachtungen zum gesellschaftlichen Stellenwert von Sexualität, ein aus der Sicht einer Nutznießerin der sexuellen Revolution geschriebenes Manifest. Die damaligen medialen Splitter waren z. B. #aufschrei, Julian Assange und das schwedische Sexualstrafrecht oder Kunstzensur von unten an amerikanischen Universitäten. Die Wiederaufnahme ist eine Gelegenheit, Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? gewissermaßen als historisches Dokument zu betrachten und davon ausgehend die Veränderungen der gesellschaftlichen Normen in letzter Zeit, u. a. im Zusammenhang mit der #metoo-Debatte, näher zu beleuchten. Dies geschieht direkt nach der Vorstellung im Rahmen der Podiumsdiskussion This is where we are now, wo Philosoph_innen über das neue Framing, in dem das Thema Sexualität verhandelt wird, sprechen. In den zwei darauffolgenden Tagen gibt es mit Meet eine performative Fortsetzung im intimen Format.

„Was ich in Maybe the way you made love twenty years ago is the answer? angerissen habe, führe ich in Meet weiter: verdichteter, offener und sinnlich erlebbar. Angelehnt an die Feststellung Peter Kubelkas, dass, wenn eine Sache gesellschaftlich überholt ist, sie in einen eigenen Bereich auswandert – als die Leute keine Zeit mehr zum Kochen hatten, in die Haute Cuisine; als sie nicht mehr körperlich arbeiten mussten, in den Sport –, gebe ich erotischen Begegnungen, die aus dem alltäglichen Miteinander immer mehr verbannt werden, einen Zufluchtsort im Theaterraum. In einem intimen Setting mit jeweils nur wenigen Besucher_innen stelle ich erotische, magische oder sexuelle Momente in den Raum. Meet zoomt in die intimen Verhältnisse, dorthin, wo Emotion und Zumutung, Bedürfnis und Drängen, Peinlichkeit und Souveränität ein erotisches Fluidum herstellen.“ Christine Gaigg

 
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