Theorie

Das Vortrags- und Symposienprogramm wird von Katrina Daschner, Thomas Edlinger und Janez Janša gestaltet.

Die drei Theoriekurator_innen bringen verschiedene Perspektiven ein – neben einem choreografisch-analytischen Ansatz wird verstärkt auch einem gesellschaftskritisch-popkulturellen und queer-feministischen Blickwinkel Rechnung getragen. Das Theorieprogramm ist zum einen thematisch mit dem TQW-Programm verknüpft, zum anderen behandelt es unabhängig davon essenzielle Fragen von Choreografie und Performance oder auch ganz allgemein wichtige Problemstellungen unserer Zeit. Darüber hinaus fördert das Tanzquartier Wien eine neue Form der Auseinandersetzung mit den Aufführungen. Zu jeder gezeigten Arbeit verfassen Expert_innen aus unterschiedlichsten Richtungen einen Text, der sowohl Künstler_innen als auch Besucher_innen als zusätzliches Mittel der Analyse zur Verfügung steht. Die gesammelten Texte werden auf tqw.at und zusätzlich einmal im Jahr in Form eines Magazins publiziert.

Katrina Daschner, geboren in Hamburg, ist Künstlerin und Filmemacherin und lebt seit über zwanzig Jahren in Wien. Von 2005 bis 2010 lehrte sie an der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 2009 bis 2014 hostete sie den queeren CLUB BURLESQUE BRUTAL. In ihren Projekten beschäftigt sie sich vorwiegend mit Sexualität, Machtstrukturen sowie mit queer-feministischen (Körper-)Politiken und dem Transfer von theatralen Handlungen und Inszenierungen in den Ausstellungs- und Filmkontext. Ihre Projekte zeigt sie in Ausstellungen und bei Filmfestivals.
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Thomas Edlinger, geboren 1967 in Wien, ist Radiomacher, freier Kulturjournalist, Kurator und Buchautor. Seit 1995 ist Edlinger gemeinsam mit Fritz Ostermayer Gestalter und Moderator der FM4-Sendung Im Sumpf. Von 2002 bis 2004 war er Kurator im O.K. Centrum für Gegenwartskunst in Linz, von 2004 bis 2006 Kurator im Lentos Kunstmuseum Linz. 2015 veröffentlichte er den Essay Der wunde Punkt. Vom Unbehagen an der Kritik. Von 2002 bis 2004 war er Kurator im O.K. Centrum für Gegenwartskunst in Linz, von 2004 bis 2006 Kurator im Lentos Kunstmuseum Linz. 2015 veröffentlichte er den Essay Der wunde Punkt. Vom Unbehagen an der Kritik. Seit 2017 ist er künstlerischer Leiter des donaufestival in Krems. Edlinger lehrt im Fachbereich Kunst- und Wissenstransfer an der Universität für angewandte Kunst Wien.
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Janez Janša, geboren 1964 als Emil Hrvatin, ist ein slowenischer Performancekünstler und -theoretiker. Von 1999 bis 2006 war er Herausgeber und Chefredakteur von Maska, einem zweisprachigen (Englisch/Slowenisch) Magazin für performative Künste, sowie Direktor des gleichnamigen Instituts für Publikation, Produktion und Bildung. Seit Beginn der 1990er- Jahre tritt er mit zahlreichen performativen und installativen Projekten sowie mit Vorträgen international in Erscheinung.
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Labore

Das regelmäßig in den TQW Studios stattfindende Laborprogramm ist der Forschung und dem Austausch zwischen lokalen und internationalen Künstler_innen und Expert_innen gewidmet.

Befreit vom üblichen Produktions- und Präsentationsdruck gehen die Teilnehmer_innen hier allgemein brennenden, spezifischen oder gar gänzlich ungewöhnlichen Fragen zeitgenössischer Choreografie und Performance nach.

Die jeweiligen Themen stehen – im Sinne einer Vertiefung – teilweise in Relation zum aktuellen Programm des Tanzquartier Wien. Sie bieten aber auch, ganz unabhängig vom Spielplan, die Möglichkeit, auf drängende Fragen unserer Zeit einzugehen. Kuratiert und geleitet werden die Labore von Expert_innen oder Künstler_innen. Ob am Ende eines Labors eine öffentliche Präsentation steht und welche Form diese annimmt, steht den Teilnehmer_innen offen.

TQW Magazin

Im neuen TQW Magazin wird jede im TQW gezeigte Produktion besprochen. Damit wird eine neue Form der Auseinandersetzung mit den Aufführungen gefördert. Diese Reflexion ist ein Service sowohl für die Künstler_innen, als auch für das Publikum – und nicht zuletzt auch ein Fokus auf die Praxis des Schreibens über Tanz und Performance selbst. Die gesammelten Texte werden laufend hier im Newsblog und zusätzlich einmal im Jahr in gedruckter Form veröffentlicht.

 

TQW Magazin Beiträge

Bibliothek

Die Präsenzbibliothek in den TQW Studios umfasst eine in Wien einzigartige Sammlung, die auf zeitgenössischen Tanz und Performance spezialisiert ist. Herzstück ist der gut sortierte Bücherbestand, der über 2.600 Titel und 2.100 Zeitschriften umfasst.

Im Foyerbereich findet man neben allgemeiner Literatur und Sammelbänden zu den Themen Tanz, Performance, Kunst und Theorie u. a. auch fachspezifische Werke, etwa aus den Bereichen Gendertheorie oder Philosophie. Im ersten Stock unter dem Dach befindet sich ein gemütlicher, frei zugänglicher Raum zum Lesen, Forschen und Schmökern.

Ein Computerarbeitsplatz bietet die Möglichkeit, das komplette digitalisierte Archiv aus Performancemitschnitten, Vorträgen und Laboren, die seit der Eröffnung 2001 am Haus gezeigt wurden, einzusehen. Hier lädt zudem eine regelmäßig aktualisierte Auswahl von Literatur und Videos mit Programmbezug – sei es ein inhaltlicher Schwerpunkt, eine Company oder auch ein brandaktuelles Thema – ein, nachzulesen oder vorzuschauen.

Bei der täglichen Leserunde LUNCH BOOK stehen neben der gemeinsamen Lektüre auch Austausch und Reflexion im Zentrum. Von Montag bis Freitag wird täglich um 13 Uhr für ca. 20 min. aus Publikationen gelesen, die sich in der monatlich wechselnden Auswahl zum Vorstellungs-, Trainings- und Theorieprogramm in der Bibliothek finden.

Aktuelles

LUNCH BOOK
18. – 22. Juni , 13 Uhr
Franz E. Walther: Architektur. Vernichtung des Raums


Online-Mediathek

Nach fünfjähriger Digitalisierung und Katalogisierung sämtlicher Aufzeichnungen am Tanzquartier Wien seit seiner Gründung veröffentlichte das TQW 2015 die Online-Mediathek.

Die Videos sind als Stream (nicht als Download) verfügbar, manche aber aus urheberrechtlichen Gründen nur auf Anfrage per Log-in.

www.mediathek.tqw.at

Tanzquartier Wien Online Archiv

Das Onlinearchiv beinhaltet derzeit ca. 300 Mitschnitte von Performances, Vorträgen, Lecture-Performances, Künstler_innengesprächen sowie Research-Formaten.

Der Bestand wird laufend erweitert, wobei das vollständige Archiv nach wie vor in der Bibliothek des TQW eingesehen werden kann.

Open Space Austria

Der Open Space Austria ist ein durch die österreichischen Tanz- und Performancekünstler_innen selbst definierter Bereich der Online-Mediathek, in den diese ihre eigenen Mitschnitte von ihren künstlerischen Arbeiten hochladen können.

Diese Plattform soll die internationale Sichtbarkeit der hier ansässigen Szene sowie tanzwissenschaftliches Arbeiten außerhalb Wiens fördern.

 
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