Vermittlung

Ziel der TQW Vermittlungsarbeit ist, Kunst und Kultur für alle Menschen auf möglichst vielen Ebenen zugänglich zu machen. Inklusion, Barrierefreiheit und besondere Vermittlungsformate stehen dabei im Fokus. Es geht um Gemeinschaft. Es geht darum, möglichst viele unterschiedliche Begegnungen zu ermöglichen und den Wahrnehmungsrahmen für zeitgenössischen Tanz und Performance zu erweitern.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Covid-19-Vorgaben werden Formate im direkten Austausch mit Künstler*innen des laufenden Programms für individuelle Besucher*innen und Gruppen entwickelt. Backstage-Führungen mit unseren Techniker*innen geben Einblicke hinter die Kulissen. Probenbesuche, Einführungen, Artist Talks und exklusive Treffen mit Künstler*innen – wie im neuen Format Knödel mit Ei – ermöglichen es, künstlerischen Inhalten auf ganz besondere Weise näherzukommen.

Gerne stellen wir für Sie auch ein individuelles Programm zusammen, für verschiedene Gruppentarife können Sie sich nach wie vor jederzeit an die TQW Vermittlung wenden. Kontakt: Theresa Rauter tqw.at

Knödel mit Ei
Meet & Greet im Café Sperl

Bei einem intimen Treffen im Café Sperl (Gumpendorfer Straße 11, 1060 Wien) hat eine ausgewählte Gruppe an interessierten Menschen (derzeit maximal vier), die Möglichkeit Künstler*innen des TQW persönlich kennenzulernen. Plaudern, gemeinsam essen und trinken in gemütlicher Atmosphäre – und mit sicherem Abstand. Dabei hat jede*r Teilnehmer*in die Wahl zwischen Kuchen (wir empfehlen den legendären Zwetschkenfleck) oder Knödel mit Ei inkl. Getränk – als Gastgeber übernimmt das TQW die Kosten.

Im Vermittlungsprojekt SWEDED TV arbeiten die Künstler*innen Barbara Kaiser und Jakob Lena Knebl zusammen mit Mitarbeiter*innen der Straßenzeitung Augustin und Nutzer*innen des Forum Obdach Wien an einem Fernseherlebnis der besonderen Art.

Barbara Kaiser + Jakob Lena Knebl
SWEDED TV

Alle Fernsehsender der Welt sind außer Betrieb: Eine beherzte Gruppe bestehend aus Verkäufer*innen der Zeitung Augustin und Teilnehmer*innen vom Forum Obdach Wien nimmt sich gemeinsam mit den Künstler*innen Jakob Lena Knebl und Barbara Kaiser dieser Problemstellung an und entwickelt ein Fernseherlebnis der besonderen Art. Falls es eine öffentliche Präsentation von SWEDED TV geben wird, wird dies auf tqw.at angekündigt.

Barbara Kaiser beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit mit kreativen kollaborativen Prozessen, mit dem Dekonstruieren von klassischen Erzählformen und mit experimentellen Zugängen zu Musik und Radiokunst. Sie ist Gründungsmitglied des Vegetable Orchestra und seit 1998 mit diesem basisdemokratisch organisierten Ensemble auf zahlreichen Konzertreisen im In- und Ausland unterwegs. Seit 2007 ist sie Teil des Wiener Redaktionsteams radia auf Radio Orange. radia ist ein international vernetztes Radiokunst-Netzwerk bestehend aus derzeit 25 Stationen in Europa, den USA und Australien. 2003 gründete sie gemeinsam mit Ingrid Schlögl und Tamara Wilhelm die Formation z. b.: …. Die Reduktion auf ein Duo mit Tamara Wilhelm erfolgte 2008, der Fokus verlagerte sich von der Bühnenshow mit Popcharakter hin zu Performances, Installationen und experimenteller Musik. Von 2001 bis 2012 war sie als Workshop-Leiterin für Trickfilm- und Sound-Workshops im ZOOM Trickfilmstudio tätig, seit 2012 leitet und kuratiert sie diesen Bereich im MuseumsQuartier.

Jakob Lena Knebl hinterfragt in ihren Arbeiten Identitätskonstruktionen und Begehren innerhalb unterschiedlicher Genres, Materialitäten und Disziplinen. Dabei entstehen multimediale Installationen, „Begehrensräume“, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen und eine Dynamik zwischen Humor und Sinnlichkeit produzieren. In den letzten Jahren verwirklichte Knebl verstärkt Projekte im öffentlichen Raum und nahm an einer Vielzahl internationaler Ausstellungen teil. Zuletzt konnte man ihre Arbeiten u. a. bei Georg Kargl Fine Arts und im LENTOS Kunstmuseum Linz sehen. Gemeinsam mit Ashley Hans Scheirl wird sie bei der kommenden Biennale von Venedig den österreichischen Pavillon gestalten. Im Tanzquartier Wien war zuletzt die gemeinsam mit Markus Pires Mata entwickelte performative Installation Wir sind Henkel zu sehen. Ab Oktober 2021 übernimmt Jakob Lena Knebl die Professur für Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Nutzer*innen des Forum Obdach Wien Das Forum Obdach Wien bietet ehemals obdachlosen Menschen einen Raum für Austausch und Vernetzung untereinander. Aus den regelmäßigen Treffen entwickeln sich immer wieder Untergruppen für spezielle Interessen und Projektideen. Die Nutzer*innen von Forum Obdach Wien sind sehr unterschiedlich, sie alle verbindet jedoch die gemeinsame Erfahrung, irgendwann in ihrem Leben schon wohnungs- oder obdachlos gewesen zu sein.

Verkäufer*innen der Zeitung Augustin Der Augustin ist die Wiener Straßenzeitung. Mit dem Verkauf des Augustins haben Menschen, die vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen und von Armut betroffen sind, eine Möglichkeit, ein kleines Einkommen zu erarbeiten und sich im Idealfall über Wasser zu halten. Die Verkäufer*innen sind so divers, wie die verschiedenen Gesichter der Armut in einer Stadt wie Wien sein können. Allen Verkäufer*innen gemeinsam ist, dass sie sehr individuelle Geschichten von ihren Leben zu erzählen haben und kreative Bewältigungsstrategien in ihrer Situation entwickeln. Das Projekt gemeinsam mit Forum Obdach Wien und dem TQW ist eine Möglichkeit für einige der Verkäufer*innen, für kurze Zeit aus dem Alltag auszubrechen und sich in anderen Rollen zu erleben und damit das Selbstbewusstsein zu stärken.

Das TQW bietet außerdem allen Teilnehmer*innen im Herbst/Winter 2021 exklusive Halle-G-Backstage-Führungen, Hausführungen sowie regelmäßige Einladungen zu gemeinsamen Performancebesuchen im TQW Wien an.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Aktion Hunger auf Kunst und Kultur, Forum Obdach Wien und dem Augustin, unterstützt im Rahmen des MehrWERT-Sponsoringprogramms der Erste Bank.

 

 

 
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