Articulating Disorientation

Dancing with your eyes closed and letting impulses, scores, and filters do you
Jeremy Wade
Workshop/Advanced Level
Jeremy
Wade

ist Performer und Choreograf mit einer weitreichenden Praxis im Kuratieren und Unterrichten. Im Jahr 2000 schloss er die School for New Dance Development Amsterdam ab. Für sein Stück Glory, das er im Dance Theater Workshop in New York City präsentierte, erhielt er 2006 einen Bessie Award. Er arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin und mit der Gessnerallee in Zürich zusammen.

In seinen letzten Arbeiten erforscht Wade den Tod, Zombie-Subjektivität, merkwürdige Seinszustände und feministische Strategien der Welterzeugung, um soziale Konventionen zu unterwandern, die Körper definieren und unterdrücken. Er ist der Initiator von „The Future Clinic for Critical Care“, einer intersektionellen Plattform, die mit Mitteln der Performance, sozialer Praktiken und soziokultureller Teilhabe chaotische Politiken der Sorge erforscht.

Jeremy Wade
Di15. 
Jun
09.30–15.30 Uhr
TQW Studios

€ 70

Mo, 14. – Mi, 16. Jun, 09.30–15.30 Uhr; Do, 17. Jun, 09.30–14 Uhr; Fr, 18. Jun, 09.30–15.30 Uhr. Pausen inbegriffen

Als Student an der S.N.D.O. war ich von Movement Exploration geradezu besessen, wurde aber der normativen und „natürlichen“ Formulierungen, die oftmals mit somatischen Praxisformen assoziiert werden, gegenüber misstrauisch. Durch tägliche Studiopraxis, inspiriert von Gonnie Heggen, Frans Poelstra, und nach langjähriger Zusammenarbeit mit der Künstlerin / Tanzhexe Yvonne Meyer, begann ich einen Prozess namens Articulating Disorientation zu entwickeln: eine dekonstruktive Herangehensweise für somatische Formen wie Ideokinesis, Skinner Releasing und Authentic Movement. Der Begriff Authentic Movement braucht ein Upgrade, weshalb ich es lieber Dancing with your Eyes Closed nenne. Das Wort „authentisch“ sei dem Verkaufen von Handtaschen vorbehalten.

Articulating Disorientation bietet eine queere Perspektive auf Orte der Normalisierung und der „Produktivitätssteigerung“, wobei die virtuosen und transformativen Kräfte von somatischen Praktiken eingesetzt werden, um durch ein gleichzeitiges Sich-einlassen-auf und Kontrollieren von Impulsen durch Body-Scanning, Handlungsfähigkeit zu ermöglichen. Articulating Disorientation navigiert systematisch „alle zur Verfügung stehenden Mittel“, um die Kontrolle über den physischen, emotionalen und normativ-verhaltensbezogenen Körper aufzugeben, einem Körper, der Erfahrungen durch die Hyper-Spezifität von Impulsen und Rückmeldungen sucht, führt und dekonstruiert. Es ist eine Praxis, die dem Körper erlaubt, sich durch Impulse, Bilder, Empfindungen und anatomische Bilder (echt sowie unecht), bewegen zu lassen. Einfach gesagt, unterstützt diese Praxis Tänzer*innen bei ihrer Suche nach dem eigenen Tanz, ausgehend von ihrem eigenen Körper und ihren eigenen Bedingungen. Essenzialismus brauchen wir dazu nicht.

Ich unterrichte diesen Workshop schon seit 2009 auf der ganzen Welt. Er ist einer der Eckpfeiler meiner Praxis als Tänzer, Choreograf, Lehrer, Organisator und als mittlerweile schiffsbekannte, feuchtfröhliche Pelikan-Chanteuse.

Jeremy
Wade

ist Performer und Choreograf mit einer weitreichenden Praxis im Kuratieren und Unterrichten. Im Jahr 2000 schloss er die School for New Dance Development Amsterdam ab. Für sein Stück Glory, das er im Dance Theater Workshop in New York City präsentierte, erhielt er 2006 einen Bessie Award. Er arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin und mit der Gessnerallee in Zürich zusammen.

In seinen letzten Arbeiten erforscht Wade den Tod, Zombie-Subjektivität, merkwürdige Seinszustände und feministische Strategien der Welterzeugung, um soziale Konventionen zu unterwandern, die Körper definieren und unterdrücken. Er ist der Initiator von „The Future Clinic for Critical Care“, einer intersektionellen Plattform, die mit Mitteln der Performance, sozialer Praktiken und soziokultureller Teilhabe chaotische Politiken der Sorge erforscht.

 
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