Autodomestication

TQW Explore
Krõõt Juurak (EE/AT) / Galerie (INT)
Workshop/Open Level
© Krõõt Juurak 
Krõõt
Juurak,

geb. in Tallinn, ist eine in Wien lebende Künstlerin und Performerin, deren Aufführungen sich sowohl an ein menschliches als auch an ein nichtmenschliches Publikum richten. Sie absolvierte ArtEz, Arnhem, in Tanz und Choreografie und erwarb einen Master of Fine Arts am Sandberg Institute, Amsterdam. Ihre Arbeit umfasst Präsentationen, Texte, Workshops, Launen und Konflikte.

 

 

Krõõt Juurak zeigte ihre Arbeiten in und außerhalb Europas. Sie hat Performances und performative Settings geschaffen wie u. a. Bad Mood, Look Look (mit Anne Juren), Once Upon, Ride the Wave Dude (mit Mårten Spångberg), Animal Jokes (for Animals) und Performances for Pets und zuletzt CODOMESTICATION (die letzten drei mit Alex Bailey).

 

Krõõt Juurak (EE/AT) / Galerie (INT)
Do13. 
Jun
10.45–12.15 Uhr
TQW Studios
 
     
  • Do 13. Jun

Dieser Workshop findet von 11. bis 14. Juni 2019 im Rahmen von TQW Explore statt.

#auto – Selbst – Domestikation, #Selbst-Referenzialität, Auto-Referenz-Realität, automatische (unbewusste?) Domestikation, zum Haustier werden, unbewusstes Selbst – und andere kennenlernen, domestiziert werden, #Haustier, Hausarbeit, Auto-Referenz-Realität, Autodomestikation …

Als Performer*in gibst du deinem Publikum etwas, das nicht in materiellen Begriffen gemessen werden kann. In Bezug auf die Tätigkeit, die den kulturellen Inhalt als Endprodukt erschafft, beinhaltet deine Arbeit eine Reihe von Tätigkeiten, die allgemein nicht als Arbeit anerkannt sind – Aktivitäten, die sich mit der Definition und der Fixierung kultureller und künstlerischer Standards, Trends, Geschmacksrichtungen, Normen für Verbraucher*innen und strategisch gesehen mit öffentlicher Meinung befassen. Als Performer*in produzierst du in erster Linie Subjektivität. Normalerweise liegt der Wert eines Künstlers oder einer Künstlerin nicht in dem, was er oder sie „tut“, sondern in dem, was er oder sie „ist“. Denken wir z. B. an Richard Floridas Beschreibung des Prozesses von Gentrifizierung, der durch die Migration von Künstler*innen und Kreativen ausgelöst wird – Kunstschaffende können sich der Bedeutung ihrer bloßen Präsenz bewusst sein oder nicht, auf globaler Ebene produzieren sie „Ergebnisse“ schlicht durch ihre Existenz.

Das Überleben in der (Performance-)Kunst verlangt nach Kreativität, die über das Erschaffen von Kunstwerken hinausgeht. Tatsächlich verbringt ein*e Performance-Künstler*in 99 Prozent der Zeit abseits der Bühne – als Zuschauer*in, Kritiker*in, Administrator*in, Netzwerker*in, Freund*in, Berater*in, Student*in, Lehrer*in und dergleichen. Sich selbst auf und abseits der Bühne zu erfinden und sich neu zu erfinden, sich an verschiedene Gegebenheiten anzupassen, von einem Projekt zum nächsten zu gehen, von Residency zu Residency zu wandern, voller kreativer Energie zu sein, zu trainieren und sich weiterzubilden – ist der Weg, um weiterzukommen.

Autodomestication bedeutet, zu werden, wer man ist. Autodomestication ist eine Aufforderung an die Teilnehmer*innen, sich selbst an den entferntesten Rändern der Seele zu kolonisieren, sich in alle Richtungen zu erweitern und nirgends anzukommen. Dies ist das erste Level dieser vielschichtigen Performance, die über die Workshopstunden und -pausen hinausgeht. Unendlich viele Stimmungen, in denen man zweifelt, welche Entscheidung als Nächstes getroffen werden soll, zeitbasierte Wege des Seins, Aufmerksamkeitsräume, Autobiografie als Mittel für Spekulation, das Aufrühren von Erfahrungen und Emotionen und unübliches Schlussfolgern sind Teil des Workshops. In Autodomestication geht es um dich. Autodomestication ist eine Neuerfindung der Disziplin von Freiheit und Performance. Wenn wir Performance sagen, dann meinen wir „die Leistung eines Staubsaugers“ oder „die Performance eines Künstlers oder einer Künstlerin“ sowie Dinge, die in Theatern und Zirkussen passieren.

In diesem Workshop werden wir nichts besprechen, sondern trainieren. Wir werden nicht nachdenken, sondern einfach nur sein. Wir werden uns nicht verändern, sondern bleiben, wer wir sind.

Krõõt
Juurak,

geb. in Tallinn, ist eine in Wien lebende Künstlerin und Performerin, deren Aufführungen sich sowohl an ein menschliches als auch an ein nichtmenschliches Publikum richten. Sie absolvierte ArtEz, Arnhem, in Tanz und Choreografie und erwarb einen Master of Fine Arts am Sandberg Institute, Amsterdam. Ihre Arbeit umfasst Präsentationen, Texte, Workshops, Launen und Konflikte.

 

 

Krõõt Juurak zeigte ihre Arbeiten in und außerhalb Europas. Sie hat Performances und performative Settings geschaffen wie u. a. Bad Mood, Look Look (mit Anne Juren), Once Upon, Ride the Wave Dude (mit Mårten Spångberg), Animal Jokes (for Animals) und Performances for Pets und zuletzt CODOMESTICATION (die letzten drei mit Alex Bailey).

 

 
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