DYS_FUNCTIONAL BODIES

Turning norms and normalities upside down
Michael Turinsky (AT) & Georg Blaschke (AT)
Training/Advanced Level
Michael Turinsky © Rafael Stiborek 
Michael
Turinsky

lebt und arbeitet als Choreograf, Performer und Theoretiker in Wien.
Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, dessen spezifischen In-der-Welt-seins, dessen Verhältnis zu Zeitlichkeit und Rhythmus, Affekt und Affektproduktion, Geschlecht und Sexualität, Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit; und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik.
Zu seinen wichtigsten choreografischen Arbeiten zählen heteronomous male (2012), my body, your pleasure (2014) sowie Second Skin – turn the beat around, Second Skin – Master of Ceremony (beide 2016) und REVERBERATIONS (2018).

michaelturinsky.org

Georg
Blaschke

lebt in Wien und arbeitet als freischaffender Choreograf, Produzent und Tänzer. Als Lektor für zeitgenössischen Tanz, Improvisation und Choreografie unterrichtet er bei renommierten Festivals, an Hochschulen und Konservatorien für Tanz und darstellende Kunst. Als Performer und Produzent eigener Arbeiten hat er über mehrere Jahre hinweg eine signifikante choreografische Sprache entwickelt und in unterschiedlichen Formaten und Kollaborationen präsentiert. Das Spektrum der Arbeiten, die oftmals auch unkonventionelle Performance-Räume erschließen, umfasst Performances, Gastchoreografien, Lectures, Foto- und Videoinstallationen.

georgblaschke.com

Michael Turinsky (AT) & Georg Blaschke (AT)
Mi19. 
Jun
10.45–12.30 Uhr
TQW Studios
 
     
  • Mi 19. Jun

Dieses Training läuft vom 17. bis 21. und vom 24. bis 27. Juni 2019. Kein Training am 20. Juni.

Die Wiener Choreografen und Performer Michael Turinsky und Georg Blaschke laden mit DYS_FUNCTIONAL BODIES das erste Mal gemeinsam zu einer konzentrierten Auseinandersetzung mit ihren persönlichen Zugängen zu choreografischem Denken und somatischer Praxis ein.

Michael Turinsky: Verortet in meiner Positionalität als behinderter Performer sowie anknüpfend an die Überlegung, wonach kompositorische Praxis sich immer auch in der Begegnung von Choreografen-Körper und Performer*innen-Körpern ereignet, nimmt meine choreografische Praxis ihren Ausgangspunkt von der spezifischen Materialität meines eigenen Körpers, dessen spezifischer Wirkungskraft (agency), dessen Verhältnis zu Raum und Zeit, zu Wiederholung und Variation, zu Bewegungsfluss und -unterbrechung. Formale Grundentscheidungen haben so gesehen stets den inhärenten formalen Tendenzen des Materials Rechnung zu tragen – und das heißt, zunächst und vor allem, der funktionalen Differenz der beteiligten Körper. Mit anderen Worten: Wie lässt sich der von einem als „funktional different“ markierten Körper ausgehende Anstoß so nutzen, dass dieser „Anstoß“ nicht nur die choreografischen Grundstrukturen, sondern auch die kinästhetische Textur über die Körpergrenzen hinweg buchstäblich „in-formiert“.

Georg Blaschke: Während der letzten Jahre habe ich in meiner choreografischen Recherche eine Form von skulpturalem Denken entwickelt, die sowohl auf der Praxis somatischer Methoden – vorrangig der Feldenkrais-Methode – als auch auf phänomenologischen Konzepten der bildenden Kunst gründet. Mich interessieren besonders folgende Gegenüberstellungen:

– die Fragmentierung von Bewegung versus der Bewegungsfluss
– das anatomisch „normale” Körperbild versus das Bild des „deformierten” oder „erweiterten” Körpers
– die Dualität von Zentrum und Peripherie des Körpers versus die nicht-hierarchische Sensibilisierung von Körperteilen
– die Stabilität im eigenen Skelett versus die dynamische Balance durch die Berührung eines anderen Körpers

Diese Gegenüberstellungen öffnen ein Feld, in welchem sich in wiederkehrenden Abfolgen prozesshaft Körperpraxis, Partner*innenarbeit und choreografische Recherche wechselseitig beeinflussen und verfeinern.

Michael Turinsky und Georg Blaschke öffnen mit ihrer Begegnung einen künstlerischen wie methodischen Diskurs, verweben ihre Ansätze und stellen mit den Teilnehmer*innen Normen und Normalitäten auf den Kopf.

Michael
Turinsky

lebt und arbeitet als Choreograf, Performer und Theoretiker in Wien.
Sein Interesse gilt zum einen der eingehenden Auseinandersetzung mit der spezifischen Phänomenologie des als „behindert“ markierten Körpers, dessen spezifischen In-der-Welt-seins, dessen Verhältnis zu Zeitlichkeit und Rhythmus, Affekt und Affektproduktion, Geschlecht und Sexualität, Sichtbarkeit und Undurchsichtigkeit; und zum anderen der rigorosen Auseinandersetzung mit Diskursen rund um die produktive Spannung zwischen Politik und Ästhetik.
Zu seinen wichtigsten choreografischen Arbeiten zählen heteronomous male (2012), my body, your pleasure (2014) sowie Second Skin – turn the beat around, Second Skin – Master of Ceremony (beide 2016) und REVERBERATIONS (2018).

michaelturinsky.org

Georg
Blaschke

lebt in Wien und arbeitet als freischaffender Choreograf, Produzent und Tänzer. Als Lektor für zeitgenössischen Tanz, Improvisation und Choreografie unterrichtet er bei renommierten Festivals, an Hochschulen und Konservatorien für Tanz und darstellende Kunst. Als Performer und Produzent eigener Arbeiten hat er über mehrere Jahre hinweg eine signifikante choreografische Sprache entwickelt und in unterschiedlichen Formaten und Kollaborationen präsentiert. Das Spektrum der Arbeiten, die oftmals auch unkonventionelle Performance-Räume erschließen, umfasst Performances, Gastchoreografien, Lectures, Foto- und Videoinstallationen.

georgblaschke.com

 
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